Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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de22.09.2017 Böller auf fahrende Autos und Polizisten gefeuert

Leipzig - Freitagabend, Lillienstraße in Reudnitz: Leipziger liegen gemütlich auf dem Sofa, genießen ihren Feierabend vorm TV. Plötzlich knallt es. Und nochmal: Peng, Peng, Peng! Verschreckt alarmieren die Anwohner die Einsatzkräfte.

Das Ordnungsamt rückt an. Doch auch vor den Beamten macht ein junger Mann nicht Halt. Er zündet weiter Böller für Böller, wirft die Knallkörper aus dem dritten Stock eines Miethauses auf fahrende Autos, auf Menschen.

Kurz bevor zwei Streifenwagen anrücken, treffen die Knaller zwei Autos. Erschrocken steigen die Fahrer in die Eisen, lenken ihre Wagen rechts ran. Zum Glück explodiert keiner der Kracher auf den Fahrzeugen.

Mit Blaulicht biegt wenig später die Polizei um die Ecke. Mehrere Beamte steigen aus, überqueren die Straße, wagen sich durch ein geöffnetes Tor in den Innenhof des Hauses, in dem der Knallkopf weiter zündelt. Ein Böller fliegt in hohem Bogen Richtung Grund und explodiert unter einem der Einsatzwagen.

Wie ein Polizeisprecher gegenüber TAG24 sagt, stürmen die Beamten daraufhin die Wohnung des jungen Mannes, führen ihn in Handschellen ab.

Mehrere Kartons mit Pyrotechnik werden von den Einsatzkräften in der Wohnung sichergestellt. Ein zwischenzeitlich eingetroffener Rettungswagen nimmt die Böller-Nervensäge schließlich mit und bringt den verwirrten Mann in eine psychiatrische Klinik.

Jetzt hängt ihm eine Anzeige wegen versuchter Körperverletzung an.

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