Pyrotechnik ist kein Spielzeug

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de07.02.2018 Großeinsatz wegen Pyro-Bastler

Polizei-Großeinsatz in der Kleinstadt Sternberg: Von 15 Uhr bis 20.30 Uhr wurde am Dienstag die Wohnung eines 31-Jährigen von gleich 24 Beamten sowie einem Sprengstoffspürhund durchsucht.
In der „Kleinraumwohnung“, so die Formulierung in der Polizeierklärung, des Tatverdächtigen wurden dabei gleich mehrere so genannte Polenböller sowie Zündschnüre, selbstgebaute Feuerwerkskörper und weiteres Zubehör zur Herstellung von Pyrotechnik beschlagnahmt.

Die Einsatzkräfte kamen vom örtlichen Polizeirevier sowie vom Kriminalkommissariat Ludwigslust und dem Landesbereitschaftspolizeiamt Schwerin. Auch war sicherheitshalber der Munitionsbergungsdienst hinzugezogen worden.
Wenige Minuten nach Mitternacht hieß es gestern zu der Durchsuchung in einer Pressemitteilung: „Durch einen Hinweis“ wurde der Polizei bekannt, dass der Mann aus Sternberg „im Besitz von diversen Utensilien zum Eigenbau von Pyrotechnik sein soll“. Auf SVZ-Nachfrage präzisierte Pressesprecher Stefan Baudler vom Polizeipräsidium Rostock das dann wie folgt: „Es wurde in einem anderen Sachverhalt ermittelt und da sind wir auf die Sache gestoßen.“ Mehr wollte er aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Auch gebe es „wegen des Täterwissens“ für die Presse kein Foto zu den gefundenen Pyro-Sachen, obwohl Bilder gemacht worden seien.
Gegen den 31-jährigen Sternberger, der zuvor laut dem Sprecher „nicht polizeibekannt“ war, wurde unterdessen ein Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz, Paragraf 40, eingeleitet. Der Gesetzgeber sieht bei dem Straftatbestand eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bzw. eine Geldstrafe vor.
Der Fall sei an die Kriminalpolizeiinspektion Schwerin übergeben worden. Im Rahmen der weiteren Untersuchungen dürfte im Blick der Ermittler auch sein, ob beim Sternberger Pyro-Bastler eventuell ein Zusammenhang mit anderen Taten besteht. Zum Jahreswechsel und seitdem gab es zum Beispiel im Nordwestkreis gleich mehrere Sprengungen von Zigarettenautomaten mittels Pyrotechnik. „Wir befinden uns erst ganz am Anfang“, so der Polizeisprecher.


Roland Güttler
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