Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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de01.01.2020 Angriffe auf Rettungskräfte! „Wir sind entsetzt“

Mit großem Feuerwerk und viel Knallerei hat die Hauptstadt den Jahreswechsel gefeiert. Für Polizei, Feuerwehr und Sanitäter ein mehrstündiger Ausnahmezustand. Nicht nur, weil sie zu etlichen Notfällen ausrücken mussten – sondern auch selbst attackiert wurden. Eine erste Bilanz.

Angriffe auf Einsatzkräfte

Am Alexanderplatz schoss ein Mann mit einer Schreckschusswaffe auf Polizisten. Zuerst habe der Mann mehrfach in die Luft geschossen, teilte die Polizei via Twitter mit. Als die Polizeibeamten sich ihm daraufhin näherten, habe er mehrfach auf die Einsatzkräfte geschossen. Er wurde festgenommen. Ähnlich Vorfälle mit Schreckschusswaffen meldete die Polizei auch aus Charlottenburg und Schöneberg.

In Mariendorf wurden laut Polizei außerdem Rettungsdienstmitarbeiter mit Böllern beworfen.

Auch in Neukölln gab es Übergriffe auf Einsatzkräfte. Die Feuerwehr dazu auf Twitter: „Das bisherige negative Highlight: Neukölln Sanderstraße um 00:50 Uhr“. Dabei sei ein Fahrzeug mit Pyros und Steinen beschossen worden: „Mehrere Personen versuchen die Tür der Mannschaftskabine zu öffnen und mit Schreckschusspistolen zu schießen. Wir sind entsetzt.“

Bei einem Einsatz in der Graefestraße in Kreuzberg wurden Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr mit Pyrotechnik und einem Stein beworfen.

In Berlin-Kreuzberg wurde auch ein Bus der BVG beschossen – eine Frontscheibe wurde dabei demoliert.

Auf der Autobahn 100 warfen Unbekannte mit Böllern. „Zwischen Oberlandstraße und Tempelhofer Damm befinden sich Personen an/auf der Autobahn“, twitterte die Polizei am Abend.

In Neukölln schossen junge Männer schwere Böller mit einer Steinschleuder quer über die befahrene Sonnenallee. Andere feuerten mit Schreckschusspistolen in die Luft.

Im Wedding sprühten mehrere Menschen Reizgas auf der Straße, in Neukölln wurden Mülltonnen und brennende Autoreifen auf die Straße geworfen.

Die ganze Nacht über wurde die Polizei in der Hauptstadt zu etlichen Einsätzen wegen Böllerwürfen, Körperverletzungen und anderen Straftaten gerufen.

Am Neujahrsmorgen dann die vollständige Bilanz. Wie die Feuerwehr auf Twitter mitteilte, gab es 24 Angriffe auf Einsatzkräfte. Insgesamt rückten die Helfer zu 1523 Einsätzen aus, davon zu 617 Bränden.

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