Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

32 Vereine 2562 Unterschriften 2108 Vorfälle 513 Fortschritte

 

un25.12.2012 Mission Statement

Brot statt Böller Karikatur Brot statt Böller Karikatur

Mit Ausnahme von 3 Ländern (Irland, Griechenland, Slowenien) ist ungeschulten Privatpersonen in ganz Europa der Besitz und die Verwendung von Pyrotechnik - mit Einschränkungen - erlaubt.
So kann ein 12-jähriges Kind in Österreich, Deutschland oder der Schweiz mit Sprengstoff hantieren, der auf 1m einen Schalldruck von 120 dB emittiert. Besonders schlecht ist die Gesetzgebung in Deutschland, wo Böllern am 31.12. und 1.1. bundesweit erlaubt ist und professionelle Feuerwerke keiner behördlichen Genehmigung bedürfen.

Die staatlichen Einnahmen durch Feuerwerk sind erheblich, decken aber nicht die durch Unfälle, Brände und Vandalismus entstehenden Kosten.

Vor allem steht die Verwendung von Feuerwerk im Konflikt mit dem Recht auf Unversehrtheit.

ca. 40% aller Unfälle mit Pyrotechnik ist fremdverschuldet.
Der Nachweis der Schuld ist meist schwer zu erbringen. Das Gros aller Fälle bleibt ungesühnt.
Auch bei Bränden und Vandalismus bleibt die Schuldfrage oft ungeklärt.
Wenn Anklage erhoben wird, ist das Urteil i.d.R. milde.
Erwachsene werden wegen der „Jugendtümlichkeit“ der Tat nach Jugendstrafrecht verurteilt.

Gleichzeitig wächst der illegale Handel über Tschechien und Polen und v.a. über das Internet.
Damit einher geht die steigende Gefahr durch illegale Pyrotechniklager in Wohngebieten.

Die Klientel ist überwiegend männlich und entstammt in der Regel der Unter- und Mittelschicht. Es handelt sich um eine Minderheit.

Die Auswirkungen betreffen aber die Gesamtbevölkerung - und zwar in hohem Maße. An Silvester steigt die Feinstaubbelastung in Ballungsräumen faktoriell auf Rekordhöhen. Der Jahreswechsel ist für Rettung und Feuerwehr die schlimmste Nacht des Jahres. Die Kosten dafür trägt die Allgemeinheit. Haus- und Wildtiere geraten in Panik und immer wieder sterben Tiere auf der Flucht oder durch unsägliche Akte der Tierquälerei.

Unseres Erachtens können nur strengere gesetzliche Regelung zu Verbesserungen führen.

Die jüngste EU-Richtlinie von 2007 hat hierzu keinen Beitrag geleistet.
Auch unsere bisher eingebrachten Petitionen zur Änderung der respektiven Gesetze (Pyrotechnikgesetz in Österreich 2011 und Sprengstoffgesetz in Deutschland 2012) blieben bis dato wirkungslos.
Ursache hierfür sind ineffiziente, von parteipolitischen Querelen und Lobbyismus unterwanderte Administrationsapparate.

Solange der Klügere nachgibt, regiert der Dümmere die Welt.

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