Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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at31.12.2012 Einsatzkräfte rüsten sich für Silvester - 40 Polizisten mehr in Linz auf Streife

LINZ. „Die Silvesternacht hat für uns ganz eigene Gesetze“, sagt Gerhard Binder vom Linzer Samariterbund. Daher bereiten sich die Linzer Einsatzorganisationen jedes Jahr besonders intensiv auf den Jahreswechsel vor.
Die Linzer Polizei stockt ihr Aufgebot um 40 Beamte auf: Sind in einer üblichen Nacht 70 Polizisten in ganz Linz im Einsatz, sind es in der Nacht auf morgen 110. „Alle verfügbaren Kräfte sind auf Streife“, sagt der Linzer Stadtpolizeikommandant Karl Pogutter. Verstärkt überwacht werden die Silvesterparty am Hauptplatz (siehe Grafik unten) sowie Straßenbahnen und Busse.
Auch zusätzliche Alkoholkontrollen werden durchgeführt. „Was den Alkohol betrifft, sind die Leute zu Silvester oft vernünftiger als im Rest des Jahres“, sagt Pogutter. Viele würden sich schon vorab eine Heimfahrmöglichkeit organisieren. Die meisten Einsätze betreffen Knaller oder Raketen, die unerlaubt gezündet werden, Sachbeschädigungen und Streitigkeiten von Alkoholisierten.

Rettung: 150 Mal im Einsatz

Die Linzer Rettungsorganisationen verdoppeln zu Silvester die Zahl der eingesetzten Rettungsautos: Das Rote Kreuz erhöht von sechs bis acht Autos auf zwölf, der Samariterbund von sechs bis sieben auf zehn. Beide Organisationen haben rund 30 Personen im Einsatz. Weitere können im Bedarfsfall nachgefordert werden.
Man rechnet mit vielen kleinen Einsätzen, ausgelöst durch Knallkörper, Alkoholisierung oder weggeworfene Sektgläser. „Solche Nächte sind immer sensibel“, sagt Clemens Kaltenberger vom Roten Kreuz. Vor allem, weil viele Menschen auf den Beinen seien: „Wir schauen uns laufend die Gesamtlage an, stehen mit anderen Organisationen in Kontakt.“ Gerhard Binder vom Samariterbund sieht eine Verlagerung des Einsatzgeschehens im Vergleich zu einer üblichen Nacht: „Normalerweise haben wir die meisten Einsätze vor Mitternacht, zu Silvester geht es da erst los.“ Beide Organisationen mussten im Vorjahr zu Silvester 150 Einsätze bewältigen. In einer normalen Nacht sind es 85.

Eine Nacht voller Stress

Die Linzer Berufsfeuerwehr verzeichnete im Vorjahr 23 statt zwölf Einsätze. Die Zahl von 47 Einsatzkräften wird aber trotzdem nicht erhöht. „Zu Silvester gibt es viele kleine Einsätze. Die bewältigen wir durch interne Umschichtungen“, sagt Branddirektor-Stellvertreter Stefan Krausbar. Meist wird die Feuerwehr in dieser Nacht wegen brennender Müllcontainer und Adventkränze oder falsch entzündeter Feuerwerkskörper alarmiert.
Für alle Organisationen bedeutet Silvester vor allem eines: Stress. „Man ist praktisch ständig unterwegs“, sagt Krausbar. „Ruhezeiten gibt es zu Silvester kaum.

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