Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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de17.05.2013 Abrüstung an der Feuerwerks-Front

Seit einigen Jahren bietet sich für Adressaten, die „schon alles haben“, eine Geschenkidee an, die ein „Knaller“ zu werden verspricht. Buchstäblich. Denn ein kapitales Feuerwerk kostet inzwischen nicht mehr wie einst auch einen kapitalen Batzen Geld, sondern nur noch einen Bruchteil. Gar besonders günstig und bequem wird die Anschaffung dann, wenn sie in den Tagen vor Silvester stattfindet, an denen es die Raketen-Salven und üppige pyrotechnische Batterien und Böller in vielen Läden und verhältnismäßig kleinen Preisen gibt. Also kommt man schon mal auf die Idee, sich Ende Dezember zu munitionieren mit einem Geburtstags- oder Hochzeitsgeschenk, um es dann zum späteren Festtermin zu zünden.
Eine Inflation der Effekte, die für die städtische Ordnungsamt im Donaueschinger Rathaus jetzt zum Problem glimmt. Denn aus dem Stadtteil Neudingen wurde der Ressortleiter der kommunalen Ordnungswache, Hubert Zimmermann, jetzt zum Handeln aufgefordert, das Raketen- und Böllerfeuer abzulöschen. Dort in Neudingen und auch andernorts in der Stadt, so ließ sich Zimmermann mittlerweile berichten, nehme der Beschuss tatsächlich deutlich zu, schrecke oft um Mitternacht Bürger auf.

Also schritt der Amtsleiter gestern zur Abrüstung und stanzte den Stadtbürgern wieder mal die Gesetzeslage ins Bewusstsein, wonach „das Abbrennen von Feuerwerkskörpern während des Jahres untersagt ist, eine Ordnungswidrigkeit darstellt und mit einem Bußgeld geahndet werden kann“.


Wolfgang Losert
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