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de04.06.2013 „Die Bunker sind dafür gemacht“

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Klein-Netterden. Zwei Firmen wollen Feuerwerke höherer Gefährlichkeitsstufen im Munitionsdepot in Klein-Netterden lagern. Die Bunker seien ohnehin dafür gemacht.

Ein Antrag für die Lagerung von Feuerwerkskörpern der Lagergruppe 1.1 und 1.2 liegt seit Juli 2011 vor. Es handelt sich um professionelle Feuerwerkskörper „höherer Gefährlichkeitsstufen“, so die Bezirksregierung. Seit 2002 besteht eine Genehmigung für die Lagerung von 197 Tonnen der Gruppen 1.4 und 1.3. Der laufende Antrag zielt auch auf eine Erhöhung auf 286 Tonnen ab.

Antragsteller ist die Firma Wolff Vuurwerk BV mit Hauptsitz in Twello (NL) auf dem Gelände der Firma Haarmann Feuerwerk GmbH. Hayo Wolff, Chef von Fireworks Europe, hat mit diesen Firmen selbst nichts zu tun, will aber als Untermieter für Fireworks in Klein-Netterden auch diese schweren Feuerwerkskörper lagern.

Ein Vergleich mit Enschede, wo es bekanntlich im Jahr 2000 zur Großexplosion einer Feuerwerksfabrik kam, komme eigentlich nicht in Frage, weil es um ganz andere Mengen ginge. „Die Bunker sind 100 Prozent perfekt dafür. Die Menschen müssen sich keinen Kopf machen.“ In unmittelbarer Nähe befinde sich auch keine Wohnbebauung.

Die Bezirksregierung schreibt: „Die öffentliche Bekanntmachung des Genehmigungsvorhabens fand im Januar 2013 statt. Hier hatte die Bevölkerung Gelegenheit, sich über das Vorhaben zu informieren und Einwendungen zu erheben. Da keine Einwendungen vorgelegt wurden, konnte auf den geplanten Erörterungstermin verzichtet werden. Eine abschließende Entscheidung über den Antrag ist noch nicht ergangen.“

Dass sich das Verfahren seit Juli 2011 hinzieht, so Wolff, habe auch mit einem Todesfall bei der Firma Haarmann zu tun.


Marco Virgillito
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