Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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de23.07.2013 "The show must go on"

Am 17. Juli 2013 wird in Kaufbeuren ein Mann aus Kasachstan von einem Neonazi getötet. Die mangelnde Sensiblität in der Bevölkerung erschreckt: Der Tenor öffentlicher Kommentare zeigt nicht Anteilnahme, sondern Sorge um das geplante Feuerwerk.

Es ist Mittwoch, der 17. Juli 2013, kurz vor Mitternacht. In Kaufbeuren findet gerade das Tänzelfest statt. Ein stark alkoholisierter 36-Jähriger Thüringer, der Verbindungen in die rechte Szene hat, schlägt einem 34 jährigen Kasachen unvermittelt mit einem Fausthieb auf den Kopf. Der Mann bricht bewusstlos zusammen. Trotz Reanimationsversuche vor Ort, stirbt er kurze Zeit später im Krankenhaus.

Die fehlende Sensibilität ist erschreckend

Anstelle von Anteilnahme für die Angehörigen des Opfers, äußerten nicht wenige Anwohnerinnen und Anwohner ihre Sorge um das geplante Feuerwerk, das möglicherweise wegen der tödlichen rassistischen Attacke abgesagt werde. So schreibt ein User ins Gästebuch der Webseite des Festes: „Lieber Tänzelfestverein, bitte sagt das Feuerwerk NICHT ab! Der schreckliche Todesfall ist schlimm, aber deswegen das Feuerwerk absagen? (…) Es klingt blöd aber es stimmt ‘THE SHOW MUST GO ON!’“.


Von Anna Brausam
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