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ch01.08.2013  Niederschläge spielen Hobby-Pyromanen in die Hände

Heftiger Regen hat dafür gesorgt, dass am 1. August im Kanton Solothurn kein Feuerverbot verhängt wird. Brandgefahr besteht jedoch weiterhin. Knallkörper werden trotzdem fleissig eingekauft.

Das trockene Sommerwetter sorgte im Kanton Solothurn während der letzten Woche für erhöhte Brandgefahr. Wie die Kantonspolizei heute mitteilt, wird auf den 1. August aber kein Feuerverbot verhängt. Gemäss Diego Ochsner, Chef des Kantonalen Führungsstabs (KFS), hat sich die Gefahrenlage deutlich entschärft, wie er auf Anfrage sagt: «Die Trockenheit ist im Moment kein Problem mehr, da es mehr Niederschläge gab als erwartet.»

Sowohl der Führungsstab als auch die Kantonspolizei weisen aber daraufhin, dass die Brandgefahr noch nicht vollständig gebannt ist. Die gängigen Vorsichtsmassnahmen seien darum weiterhin einzuhalten.

Im Hinblick auf den 1. August wird geraten, beim Abbrennen von Feuerwerkskörpern einen grosszügigen Abstand zu Wäldern, Feldern und Gebäuden einzuhalten. Raketen sollten nur aus gut verankerten Gefässen abgeschossen werden. Zudem sei es wichtig, geeignete Löschmittel wie Wassereimer oder Gartenschlauch bereitzulegen.

Böller-Geschäft läuft jetzt auf Hochtouren

Die Beruhigung der Gefahrenlage dürfte viele Böller-Fans dazu animiert haben, kurz vor dem 1. August noch fleissig Knallkörper zu besorgen. Daniela Könitzer vom Feuerwerks-Anbieter «Kellerfahnen Biberist» bestätigt, dass das Kaufverhalten der Kunden stark durch die Feuerwarnung beeinflusst worden ist: «Danach waren die Leute zurückhaltend. Erst jetzt, nachdem es geregnet hat, wird alles eingekauft.»
Auch bei Migros und Manor decken sich die Kunden mit Feuerwerkskörpern ein.

Gemäss Elle Steinbrecher, Mediensprecherin bei Manor, sind die Kunden aber eher kurzentschlossen: Am meisten eingekauft wird nämlich erst zwischen dem 31. Juli und dem 1. August.
Bei der Migros sind die drei Tage vor dem 1. August am verkaufsintenstivsten. «Das ist aber immer so und hängt nicht mit dem Wetter zusammen», meint Thomas Bornhauser, Mediensprecher der Migros Aare.

Auch die erhöhte Brandgefahr habe zu keiner sichtbaren Änderung im Kaufverhalten geführt. Dazu käme es erst, wenn ein Abrennverbot ausgesprochen würde. «Dann stellt die Migros aber auch den Verkauf ein, sonst würden wir uns mitschuldig machen», erklärt Bornhauser.


Caroline Kienberger
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