Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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de06.08.2013 Zeitzeuge der Bombennacht - „Feuerwerk schaue ich mir nicht an“

Mülheim. Es war der 22. Juni 1943. Meine Großeltern wohnten seit ein paar Wochen zwei Häuser weiter als wir an der Moritzstraße in Styrum. Eine der letzten Luftminen zerstörte mehrere Häuser in unserer Straße.

Der Bunker war sehr voll. Nach Mitternacht rollte dann der Angriff über Mülheim. Schwere Detonationen erschütterten den Bunker. Die Frauen fingen an zu beten. Die meisten Kinder schrien vor Angst. Der Putz fiel von der Decke. Meine Mutter hatte zu tun mit meinem vier Wochen alten Bruder.

Die Christbäume und Phosphorbomben, die vom ­Himmel fielen

So ging es mehrere Wochen. Dann wurden wir evakuiert.
An diese Zeit werde ich immer noch erinnert, wenn irgendwo ein Feuerwerk abbrennt. Das schaue ich mir nicht an. Ich sehe dann ­immer noch die Christbäume und Phosphorbomben, die vom ­Himmel fielen, vor meinen Augen, als wenn es erst gestern gewesen wäre.


H. Moseler
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