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de14.09.2013 Für und wider Feuerwerke

Feuerwerke bei privaten Feiern - immer öfter wird die Marktgemeinde Kraiburg mit Anträgen auf Ausnahmegenehmigungen konfrontiert. Zuletzt von einem Bürger, der am 21. September kurz vor 22 Uhr anlässlich eines runden Geburtstags am Gasthaus Wuhrmühle ein Feuerwerk abschießen möchte.

Kraiburg - Bürgermeister Herbert Heiml nahm dies zum Anlass, im Gemeinderat die Frage aufzuwerfen, ob die Gemeinde Feuerwerke außer an Silvester grundsätzlich verbieten soll oder sie in kleinem Rahmen und bei einer Dauer von drei bis fünf Minuten zulässt.

Ein Beschluss war nicht möglich, weil das Thema nicht auf der Tagesordnung stand. Doch in der Diskussion zeichnete sich ab, dass eine Mehrheit im Gemeinderat ein "kleines Paket zu besonderen Anlässen" zulassen will.

Eine kategorische Ablehnung könnte zu einem Standortnachteil für die Kraiburger Gastronomie werden, gab der Bürgermeister zu bedenken. Hermann Lichtenwimmer (Grüne) und Franz Kifinger (UWG) erinnerten an ein Feuerwerk am Schloss Guttenburg, das mit Einschränkungen zugelassen worden war. Lichtenwimmer: "Die haben ganz schön rumgeballert. Wie soll man das überprüfen." Die Feuerwerke werden immer mehr, gab Kifinger zu bedenken. Und Josef Mitterreiter (CSU) will kategorisch "alle verbieten".

Alfons Wastlhuber (UWG) hält ein totales Verbot für problematisch, wenn weder Flora noch Fauna beeinträchtigt werden. Und sein Fraktionskollege Erich Unterforsthuber, der Polizeibeamter ist, nannte es "vorbildlich", wenn Leute das Feuerwerk anmelden. Solche Antragsteller sollte man nicht bestrafen.

Bei einer Probeabstimmung war die Mehrheit dafür, bei besonderen Anlässen private Feuerwerke mit begrenztem Umfang und Dauer zu erlauben, fünf Gemeinderäte waren für ein generelles Verbot.

Im aktuellen Fall wird die Verwaltung eine Erlaubnis erteilen, allerdings in Abstimmung mit dem Landratsamt.


hg
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