Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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de29.10.2013 So gefährlich sind Pyros und Böller

Der Randale-Irrsinn beim Derby zwischen Schalke und Dortmund zeigt: Die Chaoten sind rücksichtslos. Dabei wurden schon in der Vergangenheit durch Pyro (bis zu 2000 Grad heiß) und Böller immer wieder Menschen schwer verletzt. In BILD sprechen zwei Opfer.

Petrik SanderEx-Cottbus-Trainer Petrik Sander. Foto: imago

Zwei Jahre Tinnitus

Petrik Sander (53/Foto) wurde im April 2005 Opfer eines Böllerwurfs als Trainer von Zweitligist Cottbus in Aue.

„Den Böller selber habe ich gar nicht explodieren sehen. TV-Bilder haben später gezeigt, dass er rund zweieinhalb Meter von mir entfernt hoch gegangen ist. Zwei Jahre hatte ich einen Tinnitus im rechten Ohr. Gerade wenn ich zur Ruhe kommen wollte, störte mich das Pfeifen. Heute habe ich keine Probleme mehr. Wenn ich jetzt Pyros sehe, Böller knallen höre, zucke ich zusammen. Was weniger am Trauma liegt, sondern weil ich Böller generell noch nie mochte.“


Walter Sollmann
Hauptkommissar Sollmann zeigt seine durch Pyrotechnik verursachten Verletzungen. Foto: Ralf Meier

Ich musste zweimal operiert werden

Polizei-Hauptkommissar Walter Sollmann (60) wurde im September 2011 beim Drittliga-Derby zwischen Osnabrück und Münster durch den „Monster-Böller“ eines Preußen-Chaoten schwer verletzt, war acht Wochen dienstunfähig.

„Mein Körper war übersät von 53 offenen Wunden, dazu eine aufgeplatzte Bauchdecke – sechs Zentimeter lang und über zwei Zentimeter tief. Ich musste zweimal operiert werden. Wäre der Böller vor meinem Kopf explodiert, würde ich hier nicht mehr sitzen.“ Täter Juri C. (24), der insgesamt 33 Personen verletzte, wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt.

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