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de30.12.2013 Viehzüchter: Böllerreste gefährden Tiere

Burscheid. Während die Grünen die Silvester-Knallerei in Berlin eindämmen wollen, fürchten die Viehzüchter in den ländlichen Gebieten um ihre Tiere, weil diese die Böllerreste fressen und daurch verletzt werden können.

Julia und Frank Paas freuen sich schon auf den Jahreswechsel. Auf ihrem Hof in Burscheid haben die beiden Milchviehhalter eine hervorragende Aussicht über das Rheintal. Wenn es in der Silvesternacht nicht bewölkt sein sollte, kann das Ehepaar die Feuerwerke von Bonn bis Neuss sehen. Doch den Rundblick auf die vielen bunten Raketen, die dann in den Himmel geschossen werden, wissen auch andere Menschen zu schätzen. Hunderte kommen deswegen in der Silvesternacht auf die Felder nach Burscheid. Zum Ärger von Familie Paas brennen viele von ihnen auch selbst Feuerwerk ab, werfen Flaschen und Müll auf die Futterflächen. "Diese Überreste können über das Futter in die Mägen unserer Kühe und Pferde gelangen", sagt Julia Paas. "Das kann zu schlimmen Verletzungen führen."

Nicht nur in Burscheid, sondern landesweit ärgern sich Viehzüchter zunehmend über Böller- und Raketenreste auf ihren Äckern und Weiden. Bernhard Rüb von der Landwirtschaftskammer NRW bestätigt: "Für die Tiere ist es extrem gefährlich, wenn die Hinterlassenschaften in ihren Organismus gelangen." Die Kammer bittet deswegen Verkaufstart der Silvesterkracher um mehr Rücksicht. "Es reicht schon aus, wenn der Müll hinterher weggeräumt wird", betont Rüb.


Christian Schwerdtfeger
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