Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

32 Vereine 3080 Unterschriften 2291 Vorfälle 581 Fortschritte

 

un31.12.2013 Das Feuerwerk in der Silvesternacht: illegal und trotzdem geduldet

Der letzte Tag des Jahres wird beider Mehrzahl der Menschen im Freundes- und Bekanntenkreis, auf einer Party oder auf anderen Schauplätzen gefeiert. Den Höhepunkt der Silvesternacht bildet bei den meisten wohl das Feuerwerk. Dass diejenigen, die das Feuerwerk abschießen, sich allerdings in der Illegalität befinden, ist wohl den wenigsten bekannt.

Sowohl im „Code pénal“ als auch in den kommunalen Polizeireglementen steht, dass für ein Feuerwerk eine vorherige Genehmigung des Bürgermeisters erforderlich ist. Je nach Gemeinde variieren die Auflagen. Während man sich in der Hauptstadt und in der Gemeinde Grevenmacher nur auf die Erlaubnis des Stadtoberhauptes beruft, hat die Stadt Esch/Alzette in ihrem Reglement ebenfalls festgehalten, dass Knallkörper und Geräte, die eine wiederholte Detonation verursachten, nicht an Jugendliche unter 16 Jahren verkauft werden dürfen.

Noch weiter gehen die Kommunalpolitiker aus Diekirch: Laut Polizeireglement ist es verboten, innerorts unter anderem Rauchkörper, explosive Materialen, Stinkbomben und Tränengas oder Geräte, die wiederholte Detonationen verursachen, zu nutzen. Weiter heißt es, dass der Bürgermeister nach schriftlicher Anfrage, die Genehmigung für solche Aktivitäten auf öffentlichen Plätzen im Rahmen von Veranstaltungen und öffentlichen Festen erteilen könne. Auch in vielen anderen Gemeinden wurden die Bürger darüber informiert, dass das Abschießen eines Feuerwerks im Ortsinneren nicht erlaubt sei.
Polizei zeigt sich in der Silvesternacht tolerant

Allerdings halten sich nicht alle daran, wie auch die Polizei weiß: „Obwohl es verboten ist, werden in der Silvesternacht unzählige Raketen und Böller gezündet“, betont „Commissaire en chef“ Serge Arendt von der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit. Insgesamt sei die Polizei in dieser Nacht aber in puncto Feuerwerk sehr tolerant; Kontrollen würden im Prinzip nicht gemacht. Aber: „Wir werden natürlich des Öfteren gerufen, wenn die Raketen bereits am hellichten Tag oder am frühen Abend abgeschossen werden“, so Serge Arendt.

In solchen Fällen würde eine Polizeistreife sich vor Ort begeben und das Material beschlagnahmen. Auch nachts würden weitere Anrufe wegen Lärmbelästigung folgen, heißt es. Bleibt zu bemerken, dass das Abfeuern von unter anderem Raketen mit einer Geldbuße von 250 Euro bestraft werden kann. In Fällen, in denen eine Sachbeschädigung vorliegt, erfolgt zudem eine Strafanzeige.


nas
linklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklink