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de05.01.2014 Herrchen auf der Suche: Böller trieben Tiere in die Flucht

Im Augsburger Tierheim stehen die Telefone nicht mehr still. Viele suchen nach ihren am Silvestertag entlaufenen Hunden und Katzen.

In den vergangenen Tagen wurden rund 30 Katzen als vermisst gemeldet beziehungsweise als Fundtiere ins Tierheim gebracht. Viele von diesen sind nicht gekennzeichnet und warten jetzt darauf, dass sie wieder abgeholt werden. Denn ohne Registrierung können die Mitarbeiter im Tierheim die Eigentümer nicht ausfindig machen.

Gaßner kennt diese Probleme rund ums Silvesterfeuerwerk seit Jahren. „Obwohl viele Tiere gut erzogen sind und die Besitzer auf sie aufpassen, laufen sie in panischer Angst davon.“ Sie appelliert dringend an die Eigentümer von Haustieren, ihren Lieblingen einen Chip einpflanzen zu lassen. Das koste nur etwa 30 Euro. Mit einer Registrierung, etwa beim Verein Tasso oder beim Deutschen Haustierregister, seien entlaufene Tiere dann wesentlich leichter wiederzufinden.

Auch zahlreiche Hunde waren von der Silvester-Böllerei offenbar sehr verstört. Im Tierheim wurde ein halbes Dutzend herumirrender Vierbeiner abgegeben. Die meisten von ihnen seien allerdings schon wieder von ihren Herrchen und Frauchen abgeholt worden, sagt Gaßner.

Auch das Tierheim Leichleite in Derching hatte in den vergangenen Tagen zusätzliche Gäste. Etwa fünf bis zehn Hunde sind vorbeigebracht worden, berichtet Leiterin Gerlinde Bitzl. Alle waren in der Silvesternacht davongelaufen und von Passanten aufgegriffen worden. „Die Tiere sind meist sehr eingeschüchtert“, sagt Bitzl. Alle sind inzwischen aber von ihren Herrchen und Frauchen wieder abgeholt worden. Einige hatten Chips im Ohr, sodass die Besitzer leicht ausfindig gemacht werden konnten. Andere Eigentümer hatten gezielt nach ihren Hunden im Tierheim gesucht.


Eva Maria Knab
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