Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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un21.01.2014 Silvester ohne Böller

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Susanne Baade und Dirk Lehmann sind Journalisten und als Reiseblogger vor allem eins: unterwegs. Und das meist gemeinsam.

ER: "Was schreibst du da?"

SIE: "Meine Wünsche für 2014."

ER: "Auf ein Pappschild?"

SIE: "Ja, ich finde, das ist eine bezaubernde Idee: Man beschriftet diese Karte mit einem Wunsch für das neue Jahr und hängt sie an den Wishing-Tree. Ich mag das. Überhaupt muss ich sagen, dass mir das Neujahrsfest in Dublin gefällt."

Spontan hatten wir uns dazu entschieden, den Jahreswechsel in der irischen Hauptstadt Dublin zu feiern. Hier zelebriert man den "New Years Eve" wie in vielen englischsprachigen Großstädten - es gibt festliche Paraden und fröhliche Umzüge. Es wird ein zentrales Fest veranstaltet mit diversen Konzerten, Count-Down-Party und öffentlichem Feuerwerk. Um Mitternacht fallen sich alle in die Arme. The big hug. Man trinkt und feiert zusammen weiter. Oder zieht in eine der Bars und Clubs.
Klar, viele sind betrunken. Und doch ist die Stimmung in Dublin freundlicher und entspannter als in deutschen Großstädten. Keine Chinaböller fliegen in die Menge, keine Raketen bringen Jacken zum Schmauchen, niemand verbrennt sich beim Versuch, Feuerwerk anzuzünden. Es gibt keine Todesfälle.

Uns hatte es schockiert, als der Freund eines Freundes starb, nachdem er mit einem "Polen-Böller" - so heißen die illegalen Monster-Knaller im Bild-Zeitungs-Jargon - ein Loch in den Boden sprengen wollte. Die Ladung explodierte in sein Gesicht. Er war sofort tot. Seither lesen wir die Berichte über Silvester-Partys mit mehr Aufmerksamkeit. Erschreckend, zu wie vielen hässlichen Unfällen es kommt. Dass der Dreck noch Wochen "danach" in der Stadt liegt (zumindest in Hamburg), ist eine weitere unangenehme Begleiterscheinung der Knallerei. 

Wir aber wollen Karaoke statt Krankenhaus. Im vergangenen Jahr haben wir in Sydney gefeiert, es war toll, laut, aufgedreht. Diesmal also Dublin. Und, was sollen wir sagen? Es war eine große Sause. Wir können jedem nur empfehlen, mit einer Laterne, singend, lachend, winkend an der "Procession of Lights" teilzunehmen. Und dann mit Madness zu tanzen, die alten Kerle wissen, wie man es macht: "This is the heavy heavy monstersound..." So haben wir 2014 gerockt.

Hier kann man Silvester ohne Böller feiern:


Susanne Baade & Dirk Lehmann
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