Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

32 Vereine 3080 Unterschriften 2291 Vorfälle 581 Fortschritte

 

at29.05.2014 Ein Feuerwerk statt vieler Knallereien

Faaker-See-Gastronom Klaus Streit will eine Regulierung der Feuerwerke - und würde dafür sein Gelände zur Verfügung stellen.

FINKENSTEIN. Da wunderten sich nicht wenige Anrainer rund um den Faaker See, als am Dienstagabend ein Feuerwerk in die Luft ging, als würde gerade das nächste Millennium anbrechen.

"Das ist der Abschluss einer Tagung, bei der wir intensiv gearbeitet haben", erklärt John Eberhardt vom Entschärfungsdienst des Innenministeriums und ergänzt: "Und selbst jetzt während des Feuerwerks hatten wir noch einige Dinge zu überprüfen."

Denn eines der größten Probleme, mit dem die Sprengstoffexperten mittlerweile konfrontiert sind, sind Knallkörper. "Vor allem durch den illegalen Import aus Ost-Europa kommen Privatpersonen mittlerweile zu Sprengstoffen, die nur von Experten gezündet werden dürfen", führt Eberhardt aus. Mittlerweile seien die Lager im Innenministerium sogar so voll, dass es nicht einmal mehr Kapazitäten zur Aufbewahrung gäbe. "Und das fachmännische Verbrennen ist so teuer, dass wir die Stoffe lieber kontrolliert zünden", sagt Eberhardt.

Weniger Verletzungsgefahr

Klaus Streit, "Frei Raum"-Gastronom am Faaker See, der sein Gelände für die Zündung zur Verfügung stellte, verfolgt nun einen konkreten Plan: "Wir sollten uns in der Gemeinde darauf einigen, dass es statt vieler kleiner Knallereien im Sommer an zwei, drei Terminen im Jahr Großfeuerwerke geben sollte." Mit Gemeindevertretern habe er dazu bereits gesprochen.

Der Plan hätte laut ihm einige Vorteile: "Die Verletzungsgefahr würde minimiert werden und auch die Belastung für die Tiere - egal ob wild lebende oder Haustiere - wäre bei weniger Feuerwerken auch geringer."


THOMAS CIK
linklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklink