Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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de16.08.2014 Feuerwerk macht Probleme. Rat sucht Lösung

Am 31. Dezember und am 1. Januar ist es erlaubt, Feuerwerksraketen zu zünden. Wer an anderen Tagen Feuerwerkskörper zünden möchte, braucht eine Genehmigung der jeweiligen Gemeinde. Auch in Gochsheim nimmt die Zahl der Anträge zu. Ein Umstand, der Bürgermeisterin Helga Fleischer bewog, das Thema auf die Tagesordnung der Gemeinderatsitzung zu bringen.

„Ein heikles Thema“, leitete sie den Punkt ein. Fast jede Woche wolle irgendwer ein Feuerwerk abbrennen. Immer wieder gebe es Beschwerden aus der Bevölkerung. Wegen der Altbauten mit Scheunen in den Ortsteilen sah sie auch eine erhöhte Brandgefahr. Ein zusätzliches Problem stelle der Müll dar, der durch Feuerwerkskörper entstehe und von den Antragstellern gar nicht komplett aufgeräumt werden könne, da sich Teile der Raketen auf die angrenzenden Grundstücke verteilten. Sie wolle von weiteren Ausnahmegenehmigungen grundsätzlich absehen, denn: „Wir sollten dem Ruhebedürfnis der Bevölkerung Rechnung tragen.“ Veranstaltungen „mit bedeutendem Charakter für die gesamte Gemeinde und ihre Bürger“ sollten weiterhin mit einem Feuerwerk abgerundet werden können. SPD-Sprecher Manfred Deppert pflichtete ihr im Großen und Ganzen bei. „Wir wollen aber nicht alles verbieten“, schränkte er ein. Außerhalb des Altortes und gezündet von einem professionellen Feuerwerker könne man sich Ausnahmen vom Verbot vorstellen. Auch Freie Wähler-Frontmann Edwin Hußlein ging die Beschlussvorlage zu weit: „Man soll den Bürgern eine gewisse Freud‘ lassen.“ Am Polterabend sei auch früher „geknallt“ worden. Er gab Deppert Recht, gewisse Bereiche auszuschließen. Außerdem könne man vom Antragsteller eine Kaution verlangen, um eventuelle Kosten für Reinigung zu decken. Gaby Geyer von der Fraktion der CSU/Freie Bürger sah es ähnlich. Sie schlug zudem eine kostenpflichtige Beratung und Begleitung durch die Feuerwehr vor. „Am Samstagabend um Zehne kriegst du keine Leute“, gab Klaus Wörner zu bedenken. Depperts Vorschlag, die Sache zu vertagen, schloss sich der Rat an.

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