Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

32 Vereine 3078 Unterschriften 2291 Vorfälle 581 Fortschritte

 

de22.11.2014 Feuerwerk - Spaßgesellschaft versus Rücksichtnahme

Der Jurist hat die Staatsanwaltschaft eingeschaltet: Er geht gegen ein privates Feuerwerk „in ungewöhnlicher Lautstärke“ vor, das ein ausgebildeter Pyrotechniker zu seiner Hochzeit abgebrannt hatte. Das war am 30. August bei einer ehemaligen Raketenstellung in Schönberg bei Deining.
Sollochs Vorwurf: Der Veranstalter habe damit zahlreiche Tiere gequält. Insgesamt gehe es ihm aber nicht um den privaten Konflikt, betont der Anwalt. Er frage sich viel mehr, bis zu welcher Grenze „sich eine rücksichtslose Spaßgesellschaft“ über den Naturschutz und „die Belange der Nachbarschaft“ hinwegsetzen darf. „Wer sich all diesen Dingen gegenüber gleichgültig verhält, legt ein Zeugnis ab für eine verrohte Gesellschaft und für Rücksichtslosigkeit“, sagt Solloch.
Der Anwalt berichtet, dass in Folge des Feuerwerks die örtlichen Viehherden in Panik geraten sind. Seine Schafherde vom Schnuckenhof und eine Rinderherde aus Hornstein seien aus ihren Koppeln ausgebrochen, „um vor diesem Lärm- und Feuerwerksregen zu entkommen“. Untersuchungen des Landesbund für Vogelschutz hätten ergeben, dass Feuerwerke „zum Tod von zahllosen Lebewesen führen“. Insbesondere in der warmen Jahreszeit, wenn sich die meisten Kleintiere und Zugvögel noch nicht in ihren Winterquartieren befinden würden.
„Ein derartig großes Feuerwerk habe ich noch nie erlebt“, sagt Solloch. „Auch nicht zu Silvester.“ In seinem Wohnhaus, rund 1500 Meter von der Abschussstelle entfernt, hätten durch die Kanonenschläge die Scheiben gewackelt.

linklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklink