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de03.01.2015 Erhöhte Feinstaubwerte in Baden-Württemberg zum Jahresanfang

Das Jahr 2015 begann in fast ganz Baden-Württemberg mit erhöhten Feinstaubkonzentrationen. Der Feinstaub stammt vor allem vom Silvesterfeuerwerk. In weiten Teilen des Landes wurde am Neujahrstag der Grenzwert für Feinstaub (Partikel PM10) von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Tagesmittel überschritten. Ursache sind dem LUBW zufolge das Silvesterfeuerwerk und die derzeit austauscharme Wetterlage.

„Feuerwerksrauch besteht zu großen Teilen aus Feinstaub. Ist gegen ein Uhr der Silversterspaß vorbei, bleibt zunächst einmal jede Menge Feinstaub zurück", erläutert Margareta Barth, Präsidentin der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg. „Wir hatten in der Nacht des Jahreswechsels einen eingeschränkten Luftaustausch. Das bedeutet wenig Wind, sodass der Feinstaub nicht verweht wird. Entsprechend wurde am Neujahrstag an nahezu allen unseren Messstationen in Baden-Württemberg hohe Feinstaubwerte erfasst und der zulässigen Tagesgrenzwertes überschritten. In Deutschland liegt der Tagesgrenzwert für Feinstaub bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft."

An 22 der insgesamt 26 städtischen Messstationen der LUBW wurde der Tagesmittelwert für Feinstaub am 1. Januar 2015 überschritten. Der höchste Wert wurde an der Station Freiburg am Technischen Rathaus mit 112 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) gemessen. Lediglich an den Stationen Pforzheim (50 µg/m³), Tauberbischofsheim (46 µg/m³), Aalen (35 µg/m³) und Schwäbisch Hall (33 µg/m³) blieben die Tagesmittelwerte unterhalb von 51 µg/m³.

Welchen Einfluss das Silvesterfeuerwerk auf die Luftqualität hat, zeigen die Halbstundenwerte in der Silvesternacht noch deutlicher. In Freiburg wurde in den ersten Stunden des Jahres der höchste Halbstundenmittelwert mit 734 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft erreicht, in Konstanz waren es noch 402, in Mannheim 398, in Friedrichshafen 368, in Heidelberg 320 und in Villingen-Schwenningen 314 Mikrogramm pro Kubikmeter. Wer in der Silvesternacht an entsprechenden Hotspots unterwegs war, war sehr hohen Feinstaubkonzentrationen ausgesetzt.

Auch am heutigen 2. Januar 2015 waren am Vormittag die Werte in weiten Teilen Baden-Württembergs noch erhöht (siehe Grafik „Aktuelle 24-Stundenmittelwerte Feinstaub PM10 vom 2.1.2015, 9:00 Uhr"). „Da momentan der Wind in Baden-Württemberg wieder zunimmt, rechnen wir damit, dass am morgigen Samstag die Grenzwerte im Land wieder weitgehend unterschritten werden", so Präsidentin Barth.

Feinstaub besteht aus Teilchen, die kleiner als ein hundertstel Millimeter sind. Der übliche Hausstaub ist rund zehn Mal größer. Staub der kleiner als ein Tausenstel Millimeter ist, kommt an den feinen Nasenhärchen vorbei oder gelangt durch den Rachen einfach in die Lunge. Dort kann er Entzündungen, Wucherungen, Asthma, Bronchitis oder auch Krebs auslösen. Über die Lunge kann der Feinstaub dann direkt ins Blut gelangen.

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