Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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ch14.04.2015 Privatfest mit Feuerwerk? Nein Danke!

Ein mitternächtliches Feuerwerk in Istein hat viele Bürger irritiert. Im Rathaus weiß man von nichts. Die bunte Knallerei war nicht angemeldet worden. Eine Genehmigung hätte es nicht gegeben.

Das bundesweit geltende Sprengstoffgesetz beziehungsweise eine der dazu gehörenden Verordnungen erlaubt Privatleuten das Abbrennen von Feuerwerken grundsätzlich nur an zwei Tagen im Jahr: am 31. Dezember und am 1. Januar. Wer zu einem Familienfest unter dem Jahr Feuerwerkskörper zünden möchte, muss die Gemeinde um Erlaubnis fragen. Hauptamtsleiter Clemens Pfahler stellt aber gleich klar: "Wir lehnen so etwas grundsätzlich ab".

Nur, wenn ein öffentliches Interesse vorliege, könnte ein Feuerwerk erlaubt werden, ergänzt Pfahler. Ein öffentliches Interesse wie beim Sektfestival der Bezirkskellerei, das mit einem Feuerwerk ende? Nein, das sei eine ganz andere Sache, erklärt Clemens Pfahler. Denn beim Sektfestival werde das Feuerwerk von einem dafür ausgebildeten, dazu berechtigten und geprüften Fachmann entzündet. Das bedürfe denn auch gar keiner Genehmigung, sondern müsse nur im Rathaus angezeigt werden. Das geschehe auch stets.

Pfahler kennt nur zwei Pyrotechniker in der Gemeinde Efringen-Kirchen, die ein Feuerwerk unter dem Jahr veranstalten können und dies nur anzeigen, aber nicht genehmigen lassen müssen: Hansjörg Schörlin aus Huttingen, der für das Sektfestivalfeuerwerk verantwortlich ist, und Johannes Smeets, der beim Halloween in der Isteiner Halle das Bühnenfeuerwerk veranstaltet. In diesen beiden Fälenl prüfe die Gemeinde das Ansinnen, aber der Genehmigung stehe nichts im Wege, wenn alle Sicherheitsvorschriften und Auflagen berücksichtigt sind.

Bußgeldbescheid für private Feuerwerke

Die Idee des privaten Feuerwerks scheint aber Schule zu machen. In Istein kam es nun schon zum zweiten Mal in kurzer Zeit vor. "Man sollte sich dabei aber nicht erwischen lassen", meint Pfahler. Zeige ein Nachbar den Urheber an, sei ihm ein Bußgeldbescheid sicher.

In Istein kommt hinzu, dass zu prüfen wäre, wo genau das Feuerwerk startete. Denn im historischen Ortskern ist es zum Schutz vor einem unkontrollierten Brand ganz verboten, selbst an Silvester.

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