Pyrotechnik ist kein Spielzeug

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de06.05.2015 Knallerei in Zwickau lässt kaum nach

Wissen Sie noch? Im Frühjahr 2014 hat die Zwickauer Stadtverwaltung angekündigt, dass sie weniger private Feuerwerke genehmigen will.
Zwickau. Viele Zwickauer haben am vergangenen Samstag sicher das Feuerwerk auf dem Platz der Völkerfreundschaft angeschaut. Schön war's. Und angekündigt war's. Von zahlreichen privaten und damit unangekündigten Knallereien fühlten sich die Muldestädter in jüngster Zeit zunehmend genervt. So sehr, dass die Stadtverwaltung bekanntgab, dass sie nicht mehr so viele private Feuerwerke genehmigen möchte.

Seit einem Jahr also gelten strengere Regeln. Das hat anfangs bei Fans der nächtlichen Show am Himmel für Ärger gesorgt. Inzwischen aber hat sich herausgestellt, dass offenbar nicht alles so heiß gegessen wird, wie es gekocht wird. Denn über Zwickau knallt es kaum weniger. 71 Feuerwerke hat das Ordnungsamt 2014 genehmigt. Nur sieben weniger als im Jahr zuvor. In diesem Jahr waren es bisher noch keine 20 - aber die Hochzeit der Feuerwerke ist ja auch noch nicht angebrochen.

Apropos Hochzeit: Eheschließungen sind einer der Gründe, dass auch das Ordnungsamt Ja sagt - Ja zur öffentlichen Abendgestaltung. Ein weiterer Grund dafür sind runde Jubiläen. Zum berühmten 90. Geburtstag dürfen also nicht nur die Korken knallen, sondern auch Raketen und Co. Bei Schulanfangs- oder Jugendweihefeiern hingegen versteht das Amt kaum Spaß. Aber da hat sich die Stadt schon immer schwer getan, denn diese Feiern konzentrieren sich auf ein oder auf wenige Wochenenden. Damit sich dann nicht die Bewohner in allen Ecken der Stadt gestört fühlen, bleibt die Verwaltung schon aus Prinzip unerbittlich.

Die Feuerwerke also bleiben - und damit auch die Beschwerden. Besonders in Marienthal und in Mosel fühlen sich die Zwickauer gestört. Das liegt allerdings gar nicht an den genehmigten Vergnügen, sondern vor allem an den sozusagen illegalen Himmelsshows. Denn Strafen müssen Hobby-Pyrotechniker kaum fürchten: Zwar würde die Verwaltung ihnen sofort mindestens ein Bußgeld aufs Auge drücken, doch waren die Beschwerdeanrufe bisher nie konkret genug, um die Verursacher ausfindig zu machen. So gesehen hat die Stadt mit illegalen Feuerwerken immer noch doppelten Ärger.

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