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de08.07.2015 Azubis müssen für Polen-Böller und wilde Flucht büßen

Das Zünden eines Polen-Böllers und eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei müssen zwei Auszubildende aus Bochum teuer bezahlen. Die 20 und 21 Jahre alten Bochumer waren am späten Abend des 25. Novembers 2014 mit einem Peugeot unterwegs. In der Nähe des Birkhuhnwegs brachte der 20-Jährige, der Beifahrer, den Silvesterkracher in einem Abfallbehälter einer Haltestelle zur Explosion. Der in Deutschland nicht zugelassene Böller zerstörte den Behälter völlig.

Zufällig fuhr eine Zivilstreife der Polizei dort vorbei. Sofort nahm die Besatzung die Verfolgung der beiden jungen Männer in dem Peugeot auf. Mit viel zu schnellem Tempo ging es durch Langendreer auf die A44. Trotz Anhaltezeichen der Polizei hielt der 21-jährige Fahrer aber nicht an. Unterwegs auf der A44 soll er bei einem Überholmanöver auch einen Lastwagen in Bedrängnis gebracht haben. Erst an der Ausfahrt Witten-Annen konnte die Polizei die beiden Flüchtenden stellen. Verletzt wurde niemand.

Vor dem Amtsgericht waren die beiden Angeklagten (nicht vorbestraft) im Grunde geständig. Die sie verfolgende Polizeistreife damals wollen sie aber nicht als solche erkannt haben. Nur aus Angst vor irgendwelchen anderen, unbekannten Leuten seien sie abgehauen.

Am Ende stellte das Gericht das Verfahren mit Zustimmung des Staatsanwalts ein. Allerdings müssen beide Geld an die „Aktion Medeor“ zahlen, das deutsche Medikamentenhilfswerk: der 21-Jährige 1000 Euro und der 20-Jährige 500 Euro.

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