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de19.08.2015 Feuerwerk das ganze Jahr: Hermann Riedel kritisiert „lärmende Geschenke“

WILDENLOH „Dass zu Silvester Feuerwerke abgebrannt werden, muss man ja hinnehmen“, sagt Hermann Riedel aus Friedrichsfehn. „Weil man das weiß, kann man sich ja – insbesondere wenn man wie ich Tierhalter ist – darauf einstellen. Unmöglich finde ich es aber, dass auch zu anderen Jahreszeiten private Feuerwerke genehmigt werden, durch die Menschen belästigt und Tiere verschreckt und verängstigt werden. Und gar nicht nachvollziehen kann ich es, dass bei der Trockenheit und der jetzigen Waldbrandgefahr im Sommer ganz in der Nähe des Staatsfortes Wildenloh ein Feuerwerk genehmigt wird“, schimpft er.

Hermann Riedel ist sauer. Am vergangenen Sonnabend um kurz vor 22 Uhr schreckte den Friedrichsfehner und seine beiden Hunde ein Feuerwerk auf, das auch bis ins Oldenburger Stadtgebiet zu hören war. „Vor ein paar Wochen gab es schon einmal ein Feuerwerk, das ebenfalls bei einer Hochzeit im ,Landhaus Friedrichsfehn’ abgebrannt wurde. Solche lärmenden Geschenke – der Krach hallt ja über das ganze Dorf – scheinen Mode zu werden. Das ist empörend“, so Riedel. Er habe sich an das Ordnungsamt der Gemeinde gewandt und die Auskunft erhalten, dass die Feuerwerke genehmigt gewesen seien. Das könne er nicht nachvollziehen.

Wie Yvonne Janssen vom Edewechter Ordnungsamt auf Nachfrage der NWZ  sagte, hätten sich die Ordnungsämter im Ammerland abgesprochen und vereinbart, dass zu besonderen privaten Anlässen (Hochzeiten) das Abbrennen eines Kleinfeuerwerks genehmigt werde.
Janssen verwies auch darauf, dass Pyrotechniker mit einem entsprechenden Befähigungsschein lediglich 14 Tage vor dem Termin ein (privates) Feuerwerk bei der Gemeinde anzeigen müsse, dessen Abbrennen könne die Gemeinde nicht ablehnen.

Wie Christa Oeltjenbruns vom „Landhaus Friedrichsfehn“ auf Anfrage sagte, würden von Seiten ihres Hauses Gäste von Hochzeiten darauf hingewiesen, dass Feuerwerke genehmigungspflichtig seien und nicht nach 22 Uhr abgebrannt werden dürften. Von der durch die Gemeinde erteilten Genehmigung erhalte das „Landhaus“ eine Kopie.

Durch Flugblätter müssten zudem die direkten Nachbarn des „Landhauses“ über das geplante Feuerwerk informiert werden. Man müsse mal darüber nachdenken, so Oeltjenbruns, ob man diesen Kreis z.B. durch eine Zeitungsanzeige nicht erweitere.

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