Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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de08.12.2015 Wird 2015 das gefährlichste Silvester aller Zeiten?

Dresden – Bis zur Silvesternacht sind es noch 24 Tage. Doch der Schmuggel von verbotenen Böllern aus Tschechien und Polen läuft schon auf Hochtouren. Immer wieder entdeckt die Bundespolizei gefährliche Transporte und deren Ladung wird immer gefährlicher.

Gleich hinter der Grenze in Petrovice (Böhmsiche Schweiz) boomt in diesem Jahr das Geschäft mit Monster-Böllern. Besonders im Trend: Gefährliche Kugelbomben, die größten verbotenen Böller, den der tschechische Asia-Markt derzeit hergibt.

Die Preise gehen je nach Sprengkraft von 2,50 Euro bis 47,50 Euro. Die Käufer zahlen später nicht selten mit dem Leben. Die Anleitung ist auf tschechisch, die Verarbeitung oft unterirdisch.
Kugelbomben explodieren zwei Mal. Die erste Detonation schleudert sie beim professionellen Einsatz aus einem Rohr in den Himmel. Die zweite sorgt für die Effekte wie den Goldregen.

Doch die wenigsten Pyromanen wissen das. „Während bei uns nur Schwarzpulver verwendet wird, enthalten diese Knallkörper Kaliumchlorat oder Kaliumperchlorat“, Jörg Müller (39), Chef vom Ermittlungsdienst der Pirnaer Bundespolizei.

Lebensgefährlich: Die Zündschnur der Kugelbomben brennt blitzschnell ab, manchmal sogar schon beim Anzünden. „Man kann daher vor dieser illegale Pyrotechnik nur warnen“, so Müller.

Feuert man die Kugelbomben auf der Erde ab, sorgt ihre Sprengkraft für Schäden im Umkreis von 250 Metern. Im vergangenen Jahr gab es in Sachsen einen Toten.

Zwar kontrollieren die Beamten jetzt wieder verstärkt die Einfallstraßen aus Polen und Tschechien, ziehen Schmuggler aus dem Verkehr. Klar ist jedoch auch: Nicht alle Pyro-Chaoten werden erwsicht. Das heißt: Dieses Silvester sollten Sie besonders aufpassen, wer neben Ihnen böllert!


Luisa Schlitter
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