Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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at24.12.2015 Ein kurzer Knall mit oft langen Folgen

Ausgelassene Stimmung, ohrenbetäubende Musik, knallende Sektkorken gepaart mit einem farbenfrohen Feuerwerk: Der Rutsch ins neue Jahr ist meist ein sehr lauter und wird für die Ohren zur Belastungsprobe. Vor allem Knallkörper werden zunehmend zum Problem, denn sie können bleibende Schäden am Gehör verursachen, wie Hörakustik-Experte Lukas Schinko von Neuroth warnt.
Messungen zeigen: „Bis zu 145 Dezibel kann ein Kracher erreichen, das ist sogar lauter als ein startender Düsenjet“, warnt Schinko. „Ein kurzer Knall genügt, um das Gehör dauerhaft zu schädigen. Denn die Schmerzgrenze des menschlichen Ohrs liegt bei durchschnittlich 120 Dezibel.“ Besonders laut sind Knallkörper auf festem Untergrund, der den Schall nicht „schluckt“ wie beispielsweise Asphalt.  Expertenschätzungen zufolge tragen rund 1000 Österreicher alljährlich schwere Hörschäden durch Silvesterknaller davon. Ein typisches Symptom eines Knalltraumas ist das Gefühl, dass das Ohr verstopft ist, meist begleitet von einem akuten Hörverlust. Auch ein Tinnitus oder eine Perforation des Trommelfells (Trommelfellriss) sind möglich.

Deshalb sollte rechtzeitig vorgesorgt werden. Das gilt vor allem für Kinderohren, die noch empfindlicher sind. Tipps, um sich zu schützen: Die Nähe zu Krachern so gut wie möglich meiden und einen Gehörschutz tragen.

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