Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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de05.01.2016 Feinstaub-Rekord ind Heppenheim durch Silvesterfeuerwerk

Das Silvesterfeuerwerk belastet die Luft in Deutschland laut Umweltbundesamt (UBA) mit 4000 Tonnen Feinstaub. Diese Menge entspreche etwa 15 Prozent der Jahresbelastung mit Feinstaub aus dem Straßenverkehr, hieß es in einer Mitteilung. Das Einatmen von Feinstaub ist gefährlich. Die Wirkungen reichen von Atemwegsreizungen bis zu Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislauf-Problemen.

In der Neujahrsnacht hat die Feinstaub-Konzentration an der Messstelle in Heppenheim mit 700 Mikrogramm pro Kubikmeter einen Rekordwert erreicht. Dieser „Ausreißer“ ist nach Auskunft der Experten vom Hessischen Landesamt für Umwelt, Natur und Geologie eindeutig auf das Silvesterfeuerwerk in Verbindung mit der Wetterlage zurückzuführen.

Nebel vestärkt die Wirkung der Böller

So zeigt die Statistik für die Station Lehrstraße für die Nacht zum Neujahrstag 2012 einen Wert von 57,7. Mit 44,1 war der Wert in der Nacht zum 1. Januar 2014 deutlich niedriger. Insofern stellen 700 Milligramm zu Beginn dieses Jahres einen ungeahnten Rekord dar. Das führte dazu, dass auch der Tagesmittelwert mit 140 Milligramm pro Kubikmeter deutlich über der zulässigen Höchstgrenze lag. Dabei muss berücksichtigt werden, dass auch Wetterlage und Lufttemperatur die Werte beeinflussen. Klare Luft und milde Temperaturen waren etwa in der Nacht zum 1. Januar 2013 entscheidend für einen niedrigen Wert. Zum Jahreswechsel 2015/16 führten Nebel bei Windstille dazu, dass sich der Feinstaub, der bei der Explosion von Böllern und Raketen freigesetzt wird, nicht in der Umgebung verteilen konnte.

Eine weitere Messstation betreibt das Landesamt im Wald am Eselsberg bei Fürth. Die unterschiedlichen Standorte sind bewusst gewählt, um Werte in Wohngebieten mit starken Verkehrsbelastungen mit Werten fernab der Städte und Dörfer vergleichen zu können. Dort war auch in der Neujahrsnacht nichts von dem Feinstaub zu spüren, den das Feuerwerk in die Umgebung schleudert.

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