Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

32 Vereine 3080 Unterschriften 2291 Vorfälle 581 Fortschritte

 

at11.01.2016 Silvesterknallerei und mehr

Die Leserbriefe zu diesem Thema in den VN zeigen, dass nicht nur die Emissionen von Jahr zu Jahr steigen, sondern auch die kritischen Stimmen gegen diesen Unsinn. Eine Studie von ARBÖ und ÖVK stellt fest, dass die 400 Tonnen PM 10 (Particulate Matter = Feinstaub), die in einer einzigen Silvesternacht in Österreich freigesetzt werden, annähernd gleich hoch sind wie die aller PKW und LKW zusammen in einem Jahr! Zudem sind die Partikel der vielfältigsten Giftstoffe so klein, dass sie tief in die Lunge eindringen. Nicht genug damit, steht uns im Februar das nächste Ereignis bevor, der Funkensonntag. Die Unsitte, zusätzlich zum Funken auch noch ein Feuerwerk abzubrennen, breitet sich aus. Die von Pyrotechnikern gezündeten Feuerwerke sind auch nicht besser, im Gegenteil, die Konzentration und Quantität des Giftcocktails ist noch höher. Verantwortungsvolle Eltern sollten ihre Kinder deshalb von diesen Giften fernhalten und in ihrer Gemeinde die Stimme gegen diesen Unfug erheben. Bei Überschreitungen der gesundheitsrelevanten Grenzwerte um das Vielfache wären Politiker verpflichtet zu handeln, anstatt nutzlose Appelle von sich zu geben, von denen sie von vornherein wissen, dass sie wirkungslos bleiben. Wenn das unsagbare Tierleid schon nicht genug zählt um zu handeln, sollte es wenigstens die Gesundheit der Bevölkerung sein!


Mag. Franz Ströhle
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