Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

32 Vereine 3078 Unterschriften 2291 Vorfälle 581 Fortschritte

 

un23.01.2016 Feuerwerksproduktion in China

Chinas Feuerwerksindustrie muss illegale Familienbetriebe auslaufen lassen und das Markenbewusstsein der Firmen verbessern, um die Sicherheit der Produkte zu gewährleisten. Dies sagte ein Vereinigungsvorstand nach zwei Detonationen innerhalb einer Woche, bei denen 13 Personen getötet und mindestens 60 weitere verletzt wurden. In der Provinz Jiangxi wurden bei einer Explosion am Mittwoch drei Personen getötet, eine weitere Person gilt als vermisst. 53 Personen mussten mit Verletzungen ins Spital eingeliefert werden, wie China Central Television berichtete. Der Vorfall erfolgte auf eine Detonation in einer Feuerwerksfabrik in Kaifeng in der Provinz Henan, bei der zehn Personen getötet und sieben weitere verletzt wurden.

„Die Feuerwerksindustrie steht nun vor einem größeren Scheideweg, um die kleineren Mitspieler zu reduzieren und illegale Fabriken zu schließen“, sagte Wu Zhengli, Generalsekretär der China Fireworks and Firecrackers Association und Mitglied der Nationalen Gruppe für Arbeitssicherheit bei Pyrotechnik. Eine überwältigende Mehrheit der chinesischen Feuerwerksproduzenten sind kleine und mittlere Betriebe. Mehr als 80 Prozent der Unfälle in Feuerwerksfabriken werden von illegalen Betreibern und kleinen Mitbewerbern verursacht, sagte er. Eine Untersuchung fand heraus, dass die Fabrik in Kaifeng die Liegenschaften illegal gemietet hatte, um ohne Erlaubnis Feuerwerke zu produzieren, sagte die staatliche Verwaltung für Arbeitssicherheit in einem Online-Statement.

Chinas Feuerwerksproduktion konzentriert sich auf die Provinzen Hunan und Jiangxi. Private Firmen sind nach Angaben der Vereinigung für einen Großteil der Produktion verantwortlich. „Eines der größeren Probleme in der Industrie ist es, dass größere Firmen keine Marken etabliert haben, um den Konsumenten den Unterschied zwischen legalen und illegalen Unternehmen klar zu machen. Das gibt illegalen Unternehmen genügend Raum, um ihre Produkte zu verkaufen“, sagte Wu. Das mache es für legale Firmen umso wichtiger, ihre Markenbemühungen zu verstärken, um den Markt für illegale Unternehmen zu minimieren“, sagte er.

China ist nach Angaben der Vereinigung der weltweit größte Produzent, Konsument und Exporteur von Feuerwerken und Böllern. Das Land hat ungefähr 4.000 Produzenten von Feuerwerken und Pyrotechnik-Artikeln. Ungefähr 400 Produzenten scheiden jedes Jahr aus dem gesättigten Markt aus. Die Produktion und der Verkauf von Feuerwerken ist landesweit bereits um 20 bis 30 Prozent pro Jahr gefallen, da Behörden immer mehr Verbote aussprechen, um die Luftverschmutzung zu reduzieren. Wang Haoshui, ein Sicherheitsbeamter sagte in einem Interview mit der Zeitung Legal Daily, dass die Feuerwerksindustrie im Jahr 2014 das zweittödlichste Gewerbe in China nach den Kohleminen sei. In den ersten neun Monaten des Jahres hätte es nach Angaben der staatlichen Administration für Arbeitssicherheit 24 Unfälle mit 59 Toten gegeben.

Wu sagte, ein Mangel an Training und Expertise seien die größeren Gründe für die hohe Zahl an Unfällen: „In Hunan und Jiangxi sind die meisten Arbeiter in der Industrie Wanderarbeiter, die von den umliegenden Provinzen angeheuert wurden. Da die meisten dieser Fabriken ihre Tätigkeiten im Sommer einstellen, wird die Fluktuation dieser Arbeiter noch beschleunigt.“ Eine weitere Herausforderung für die Feuerwerksindustrie sei es, den Verkauf der Produkte in die E-Kommerz Kanäle zu integrieren. Einige Produzenten aus Liuyang in der Provinz Hunan haben ihren Vertrieb auf das Internet ausgeweitet, dazu zählt beispielsweise die Plattform JD.com. Am Samstag hat die Polizei in Shanghai 15 Verdächtige festgenommen, die über Online-Plattformen illegale Feuerwerke verkauft hatten. Die Polizei hat auch 5.334 Boxen an Pyrotechnikartikeln beschlagnahmt. Wu sagte, das Land habe gegenwärtig keine klaren Regulierungen für den Verkauf von Feuerwerken auf E-Kommerz Plattformen: „Wir müssen klar festlegen, wie der Online-Handel gehandhabt wird, und die Sicherheit beim Transport muss das wichtigste Kriterium sein“, sagte er.

linklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklink