Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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de27.01.2016 Polizei plädiert für Böller-Verbot

Die Göttinger Polizei würde ein Böller-Verbot in der Innenstadt in Silvesternächten begrüßen. Doch angeblich steht dem eine Personalkräftemangel im Weg.

Das sehen wir anders:


Wir glauben nicht, dass an Silvester das Potential der Sicherheitskräfte aus Ordnungsamt und Polizei auch nur annähernd ausgeschöpft wird. Während Feuerwehr und Rettung ihr Personal für „die schlimmste Nacht des Jahres“ (aus Ehrenämtern) verdoppeln, fährt die Polizei jedenfalls Regeldienst.

Aber noch wichtiger: Die Anwesenheit der Polizei ist nicht das einzige Mittel (und kein Garant) zur Eindämmung von Straftaten mit Pyrotechnik:
1. Privatpersonen können Anzeigen erstatten.
Doch solange die Polizei Anzeigen nicht entgegennimmt oder bearbeitet (wir beziehen uns auf Erfahrungsberichte), und solange Gerichte Erwachsene „wegen der Jugendtümlichkeit der Tat“ nach Jugendstrafrecht zu verurteilen, anstatt das Strafmaß auszuschöpfen, wird dieses wichtige Rechtsmittel natürlich nicht greifen.

2. Kommunen und Medien können und müssen Aufklärungsarbeit leisten und Stellung beziehen, statt aus Angst vor vermeintlicher „Spielverderberei“ zu schweigen.
Und hier können wir ermutigen: Nur eine Minderheit von ca. 15% zündet an Silvester aktiv. (Die illegalen Vorkommnisse das Jahr über werden von einem noch weit kleineren Teil begangen). Und die Zahl derer, die sich gestört und/oder bedroht fühlen, liegt im gesamten deutschsprachigen Raum längst über 50%.

3. Vor allem aber brauchen wir ein Verkaufs- bzw. Erwerbsverbot.
Dass die Grenzkontrollen ausbaufähig sind, zeigt sich u.a. an der erheblichen Vermehrung von Funden illegaler Pyrotechnik im Rahmen der Grenzsicherung gegen Flüchtlinge.
Dass ein Verbot die Zunahme der Illegalität fördere, halten wir übrigens für falsch. Auch ohne Verbot nimmt die Illegalität kontinuierlich zu. Wir behaupten, dass ein Verbot diese Situation nicht verschlimmern, sondern sogar ein besseres Management dieser Missstände ermöglichen würde.

Wo ein politischer Wille ist, ist auch ein Weg. Die Zeit wird zeigen, ob die Politik sich mehr für Umsatzsteuern und Wählerstimmen oder für das Gemeinwohl einsetzt.

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