Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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de15.05.2016 Die BI Stille Nacht zum VGH Urteil gegen die Stadt Geiseneheim (Hessen)

Sehr geehrter Herr Kilian, geschätzter Herr Pabst,

Die Einstufung von Pyrotechnik der Klassen 2 bis 4 als nur lästig, aber gesundheitlich unbedenklich, welche die Grundlage für das oben genannte Urteil bildet,
ist schlichtweg haltlos.

In der deutschen Sprengstoffverordnung wird schon Pyrotechnik der Klasse 2 als (gering) gefährlich eingestuft und darf – aus gutem Grund – erst ab 18 Jahren verwendet werden.

Die Praxis zeigt: Allein seit Januar 2016 haben wir nur in Deutschland bereits 3 Todesfälle, 264 Verletzte und 513 Brände aufgezeichnet.
Seit 2010 waren es 32 Tote, 2011 Verletzte und 3535 Brände.

Demzufolge ist Pyrotechnik natürlich als Gefahr für Leib und Leben einzustufen.
Und diese Gefahr steigt mit der Besiedelungsdichte, weshalb die Entscheidung der Geisenheimer eine kluge und verantwortungsvolle im Sinne ihres Auftrags zum Schutz der Bürger ist.

Statt dieses Maßnahme zugunsten von privatwirtschaftlichen Interessen zu unterminieren, sollten Sie endlich veranlassen, Vorfälle mit Pyrotechnik von Behördenseite zu erfassen und die gesundheitlichen Auswirkungen der in Pyrotechnik enthaltenen Giftstoffe (u.a. Arsen, Blei, Borsäure, Hexachlorbenzol, etc.) über Luft, Grundwasser und Boden, insbesondere im Umfeld entsprechender Industrie und Unternehmen, zu erheben.

Wir können dem Bürgermeister von Geisenheim nur dringend raten in Revision zu gehen und stellen ihm gerne unsere sämtlichen gesammelten Daten zum Thema zur Verfügung.

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