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Stille Nacht

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de30.12.2016 Feinstaub-Alarm Meteorologe warnt: Dieses Jahr weniger böllern!

Wiesbaden/Berlin - Auch ohne Fachwissen ahnen wir voraus, wie sich die Luft in der Nacht zum Neujahrstag anfühlen wird: zum Schneiden. Denn die Silvesterknaller produzieren nicht nur Lärm und Licht, sondern auch jede Menge Feinstaub-Partikel.

An diesen Partikeln, so erklärt Wetter-Experte Dominik Jung (wetter.net), setzt sich Feuchtigkeit ab - das Resultat: dichter Nebel! Und dieser, so befürchtet Jung, könnte „in diesem Jahr besonders heftig und sogar gesundheitsschädlich ausfallen."

„Wir böllern uns krank“

Denn in weiten Teilen des Landes haben wir es mit einer sehr stabilen Hochdruckwetterlage zu tun: Es bleibt windstill, die Verbrennungs-Partikel entweichen nicht, sondern tragen ordentlich zur Nebelbildung bei.

Jung befürchtet eine dramatische Feinstaubkonzentration in der Nacht zu Neujahr. „Wir böllern uns sozusagen krank“ warnt Jung. Die gute Nachricht für unsere Region: Betroffen werden voraussichtlich vor allem die Mitte und der Süden Deutschlands. Im Norden, so Jung, sei die Lage nicht ganz so dramatisch, Auch für Berlin sehen die Prognosen zumindest ein laues Lüftchen voraus, sodass sich der Böllerdreck etwas verwirbeln kann.

4000 (!!!) Tonnen Feinstaub

Aber auch so führt die Feinstaub-Belastung durch Silvester-Knaller vor allem für Menschen mit Erkrankungen der Atemwege zu erheblichen Problemen. Beim Silvesterfeuerwerk blasen wir nämlich irrsinnige Mengen: um die 4000 (!!!) Tonnen Feinstaub in die Luft- das entspricht laut Bundesumweltamt satten 15 Prozent der jährlich im Straßenverkehr abgegebenen Feinstaubmenge!

Aktuell ist die Feinstaubbelastung im Westen und Südwesten bereits deutlich erhöht, ab einem Wert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft wird es für unsere Gesundheit schädlich. Die Berliner Messstellen zeigen derzeil eine nur mäßige Belastung an: Der Grenzwert wird selbst an den häufig schwer belasteten Hauptverkehrsstraßen Frankfurter Allee und Karl-Marx-Straße nicht erreicht. Insofern sind die Voraussetzungen günstig, dass wir die Mehrbelastung beim Silvesterfeuerwerk einigermaßen unbeschadet wegstecken.

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