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de28.08.2017 Es war richtige Angst in den Kindergesichtern

Schon kurios, wieviel Feuer bei Feuerwehrfesten zum Einsatz kommt. Sollte dort nicht Wasser eine größere Rolle spielen? (Anm. d. Red.)

BERLIN / PANKETAL - Die Freiwillige Feuerwehr lud nach Schwanebeck zum großen Feuerwehrfest mit Löschfahrzeugen, Kanonen und Feuerwerk.

Ach, liebe Feuerwehrfrauen und liebe Freuerwehrmänner, wie bringe ich euch das jetzt bei, ohne verletzend zu werden? Denn die freiwilligen Helfer der Feuerwehr von Schwanebeck hatten mit Sicherheit nie die Absicht, Kinder zum weinen zu bringen oder ein Kriegstrauma zu verursachen. Allerdings ist der Vorwurf mit den Kanonen angebracht.

Durchsagen warnten vor dem lauten Knall

Die oft noch sehr kleinen Besucher auf dem Fest waren schon nach dem ersten Schuss verstört. Okay, es wurde vorher über Lautsprecher mindestens drei Mal durchgesagt, dass es gleich laut werden könnte und Eltern bitte zu ihren Kindern gehen sollen. Aus versicherungsrechtlicher Sicht hatte man hier also vorbildlich gehandelt. Allerdings Kinder innerhalb weniger Minuten versuchen zu erklären, sich die Ohren zuzuhalten und durch den Mund zu atmen, weil gleich die Kugeln fliegen - das musste ja schief gehen. Und Boom - es knallte so laut, dass die Kinder am Karussell aufschrien. Es knallte gleich ein zweites und drittes Mal. Ein Junge, etwa 6 Jahre, weinte neben mir. Das kleine Mädchen unweit von ihm wimmerte. Es war richtige Angst in den Kindergesichtern, nicht "nur" ein Schreck. Spätestens hier hätte man aufhören müssen.

Tat man aber nicht

Wenige Minuten später kündigte man wiederholt an, dass es gleich erneut laut werden würde. Technisch wäre es machbar gewesen, solche Kanonenschüsse etwas zu dämpfen. Der Junge neben mir wollte nur noch Hause und hat beschlossen, er wird doch kein Feuerwehrmann.

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