Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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de03.01.2018 Feuerwerksverbote ohne Unterstützung der Politik sinnlos

Der Landesvorsitzende der deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) in Berlin hat eine verheerende Silvesterbilanz gezogen: 50 Beamte erlitten bei Einsätzen zum Jahreswechsel Verletzungen. „Da sind Hörstürze dabei, weil in einigen Fällen illegale Böller – also Sprengsätze – direkt neben den Köpfen der Kollegen explodiert sind“, empört sich Bodo Pfalzgraf. Zum Glück gebe es inzwischen eine Strafverschärfung. Allerdings sei es schwer, die Täter in der Dunkelheit einer Silvesternacht zu identifizieren. Insgesamt wurden laut Pfalzgraf allein in Berlin 50 Polizistinnen und Polizisten sowie Feuerwehrleute verletzt.

Feuerwerksverbote ohne Unterstützung der Politik sinnlos

Was kann man tun, um solche Vorfälle zu verhindern? Pfalzgraf hinterfragt u.a. die Strategie in den eigenen Reihen: „Stimmt das Konzept noch? Oder müssen wir mehr auf kleinere Gruppen eingehen und unsere Taktik ändern, um die Täter zu bekommen?“ Zu viele Einsatzkräfte seien bei der großen Silvesterparty am Brandenburger Tor im Einsatz.
Diese fehlten dann in der Fläche: „Es schlägt komplett durch, dass wir in den vergangenen zehn Jahren zu wenig Leute eingestellt haben. Der Personalmangel wird dann sofort sichtbar“, kritisiert Pfalzgraf.

Feuerwerksverbote wie in anderen Ländern hält der Polizeigewerkschafter für sinnvoll, allerdings müsse die Politik dann auch Farbe bekennen: „All diese Verbote helfen nicht, wenn man das Verbot aufgrund des Personalmangels nicht kontrollieren kann.“

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