Pyrotechnik ist kein Spielzeug

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at29.12.2010 Feuerwerk: Neues Gesetz - neue Gefahren

Im neuen Pyrotechnikgesetz sind für Raketen und andere Feuerwerkskörper weit größere Mengen an Explosivstoffen erlaubt als bisher. Steirische Experten warnen daher vor den Gefahren.

Große Raketen für alle ab 16

Der Pyrotechnik-Handel erwartet für das heurige Silvestergeschäft Rekordumsätze: Durch das neue Gesetz dürfen erstmals auch große Feuerwerksbatterien an alle Kunden ab 16 Jahren verkauft werden.

Bisher brauchte man für Groß-Feuerwerke der ehemaligen Klassen 3 und 4 eine eigene Ausbildung - in der neu geschaffenen Klassifizierung namens F2 fallen diese Vorgaben weg:

"Da ist es seinerzeit um die Füllmenge gegangen, das heißt, ich habe bis zu 50 Gramm Schwarzpulver bei der Klasse 2 gehabt, bis zu 250 Gramm bei der Klasse 3, und darüber hinaus war es die Klasse 4. Jetzt ist es so, dass es bei diesen Bodenraketen teilweise bis zu 400, 500 Gramm netto Sprengmittel gibt", sagt der Feuerwehrtechniker Michael Maicowski - das kann bei fehlerhaftem Umgang gefährliche Folgen haben.

Mehr Sicherheit durch Kennzeichnung
Positiv beurteilen die Experten, dass die Produktkontrollen im neuen Gesetz deutlich strenger sind als bisher: EU-konforme Kennzeichnungen sind Pflicht. "Jedes Feuerwerk, jede Rakete muss zuerst von einer zertifizierten Prüfstelle überprüft werden und kommt erst dann in den Verkehr", so Maicowski.

Die Kennzeichnung und dass auch kleinere Kracher nicht mehr an Kinder unter zwölf Jahren verkauft werden dürfen, soll laut Gesetz für mehr Sicherheit sorgen.

Weiterhin kein Feuerwerk im Ortsgebiet

Nichts geändert hat sich am Feuerwerksverbot im Ortsgebiet: Nur mit Ausnahme-Genehmigung des Bürgermeisters darf geschossen werden. Für Verstöße drohen jetzt Strafen bis zu 10.000 Euro.

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