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ch08.02.2013 Verbotenes Feuerwerk sorgt für Zündstoff in Rapperswil

Gäste des Schloss Rapperswil entzündeten auf dem Lindenhügel eine Raketenbatterie. Ein gefährliches Spektakel: Leicht könnte das Feuerwerk einen Altstadtbrand entfachen. Die Polizei stoppte das Spektakel nach fünf Minuten.

Rapperswil-Jona. – Rote Feuerkugeln und weisse Blitze erhellen den Nachthimmel über dem Rapperswiler Schloss. Rakete für Rakete steigt vom Lindenhügel auf und explodiert mit lautem Krachen genau über der Altstadt. Dort, wo Feuerwerk das ganze Jahr hindurch verboten ist.

Schloss-Gäste mit Raketenbatterie

Gäste der Schloss Rapperswil Gastro GmbH sind verantwortlich für das Geblitze und Geknalle am letzten Sonntagabend. «Wir haben das Feuerwerk erst bemerkt, als es losging», beteuert Eventmanagerin Jutta Jertrum. «Wir wissen, dass Feuerwerken in der Altstadt und auf dem Lindenhügel verboten ist», sagt sie. Viele Gäste würden sich für die Hochzeit oder das Geburtstagsfest zwar ein Feuerwerk wünschen. Man weise sie dann aber immer auf das Verbot hin.

Die Raketen donnerten fünf Minuten lang, dann setzte die Polizei dem Treiben ein Ende. Die Beamten fanden eine professionelle Raketenbatterie mit Elektrozünder und allen Schikanen. «So etwas trägt man nicht zufälligerweise in seinem Hosensack herum», sagt Roland Meier, Sicherheitschef von Rapperswil-Jona. Die Polizisten verzeigten den Verursacher. Er muss nun mit einer Geldbusse rechnen.

Feuerwerk ist brandgefährlich

Meier gehörte zu den Ersten, die das Feuerwerk gesehen haben. Er zögerte keine Sekunde und alarmierte die Polizei. Denn das Feuerwerken in der Altstadt ist wortwörtlich brandgefährlich. «Raketen abbrennen in der Altstadt ist absoluter Blödsinn», sagt Meier. Eine Rakete könne sich schnell einmal in Löcher oder Spalten verirren und eine ganze Häuserzeile in Brand setzen.

Ausgerechnet dort, wo die alten Häuser nahe beisammenstehen und wie Zunder brennen würden. «Hinzu kommt, dass der Zugang zur Altstadt mit den Löschfahrzeugen äusserst mühsam ist», sagt er.


hob

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