Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

32 Vereine 3078 Unterschriften 2291 Vorfälle 581 Fortschritte

 

de05.10.2016 Party-Gäste werfen Pyrotechnik auf Polizeiwagen

Polizeiangaben zufolge war es gegen 23.30 Uhr, als der Polizeiwagen im Bereich der Kreuzung Arndtstraße/Heiliger Weg Streife fuhr. Dort parkten die Beamten kurz am Straßenrand, als sie plötzlich einen Knall und einen hellen Lichtblitz wahrnahmen. Am Heck des Wagens begann es zu rauchen. Beim Aussteigen wurde einer der Beamten durch Funken verletzt.

Pyrotechnik aus Fenster geworfen

Nur kurze Zeit später sahen die Polizisten, wie aus einem Fenster eines nahegelegenen Wohnhauses offenbar weitere Pyrotechnik hinausgeworfen wurde. Die Beamten forderten Unterstützung an. „Deren Warnsirenen versetzten die mutmaßlichen Werfer offenbar in Panik“, so die Polizei. „Denn sodann ging das Fenster der Wohnung zu und das Licht in den Räumlichkeiten aus.“
Dies hielt die Beamten nicht davon ab, die Wohnung zu identifizieren, und anzuklingeln. Als ihnen schließlich geöffnet wurde, trafen sie auf eine Gruppe junger Menschen, die offenbar Gäste einer Party waren.

Auf der Suche nach dem Mieter stießen die Polizisten auf eine weitere verschlossene Tür in der Wohnung, hinter der sie Stimmen weiterer Partygäste hörten. Auf Klopfen verstummten diese jedoch, geöffnet wurde nicht. Da hinter dieser Tür jedoch das Zimmer vermutet werden musste, aus dem die Pyrotechnik geflogen war, wurde die Tür geöffnet.

Pyrotechnik in Schränken sichergestellt

Auch weitere dort befindliche Partygäste sahen sich nicht in der Lage, den Beamten zu sagen, wer die Gegenstände geworfen habe. In Schränken fanden diese jedoch weitere Pyrotechnik, die sie sicherstellten.
Anschließend stellten die Polizisten die Personalien von 20 Personen im Alter zwischen 17 und 26 Jahren fest, die aus verschiedenen Städten kamen. Allen außer dem Bewohner der Wohnung wurde ein Platzverweis erteilt.
Die Ermittlungen zum Werfer oder der Werferin dauern an. „Mag sein, dass der Wurf als lustiger Party-Gag geplant war. Eine Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung ist jedoch ebenso wenig lustig wie die Verletzungen, die der Polizeibeamte davon trug“, zieht die Polizei in einer Pressemitteilung Bilanz.



linklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklink