Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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de20.10.2016 Verletzte durch Böller im Fußballstadion

Schon lange vor dem Anpfiff der Champions-League-Partie in der Fröttmaninger Arena am Mittwochabend hatte die Polizei gut zu tun mit den Gästen. Nahe Ulm fischten Beamte einen Ford-Transit aus dem Verkehr, der neben sieben Fans auch 56 verbotene pyrotechnische Gegenstände geladen hatte. Die Polizei kassierte die Bengalos, Rauchtöpfe und Nebelkerzen ein, die Männer konnten weiterfahren. Allerdings mussten sie sich in München mit einer Stadtrundfahrt begnügen, denn der Fußballveranstalter verhängte gegen sie ein Hausverbot.

Einigen Fans gelang es trotz der Kontrollen, Rauchwerk mitzubringen. Am Dienstagabend zündeten Unbekannte vor dem Eurostar Grand Hotel an der Schwanthalerstraße Rauchkörper.
Unmittelbar vor der Partie stieg neben der Frauenkirche Rauch auf, als aus einer Gruppe von gut 40 Niederländern Böller und Rauchkörper gezündet wurden. Die Polizei konnte den vermummten Böllerwerfer festnehmen. Auch auf dem Marienplatz und auf dem Weg von der U-Bahn zur Esplanade in Fröttmaning krachte es. Niederländer versuchten zudem, Ultra-Aufkleber auf Polizeiautos zu kleben. Als die Mannschaften in die Arena einliefen, gingen im Eindhoven-Block drei Bengalos und zwei Blitzfackeln hoch. Die Täter konnten mithilfe der Videoüberwachung gefasst werden.

Während des Spiels warf dann ein Eindhovener einen Böller in den Bayernblock. Laut Polizei erlitten acht Rote ein Knalltrauma mit Ohrensausen und Ohrenschmerzen. Der Werfer wurde festgenommen und wegen gefährlicher Körperverletzung angezeigt.

Wer sich im Stadion danebenbenimmt, muss laut BGH künftig dafür haften. Vereine können Strafzahlungen auf Einzeltäter umlegen.



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