Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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de02.11.2016 Mit Böller Wohnung in Brand gesetzt

Düsseldorf. Mit zitternden Händen schließt Pawel Sprenglewski die Wohnungstür auf. Es ist dunkel. Es riecht nach Rauch. Vorsichtig geht er durch den Flur Richtung Wohnzimmer. Dort sind Wände und Decken von Ruß überzogen. Die ehemals gläserne Fensterfront ist durch Pappmaché-Platten ersetzt. "Hier ist nichts mehr zu retten - alles schwarz." Gestern Mittag hat die Polizei ihm die Schlüssel für seine Wohnung an der Haus-Endt-Straße in Urdenbach zurückgeben. Sie war bis gestern gesperrt, nachdem sie am Montag in Brand geraten war.

Ursache des Feuers war entweder ein Böller oder eine Rakete. So genau weiß man es im Moment noch nicht. Kinder hatten an Halloween draußen gespielt. Und ein elfjähriger Junge hat den Böller Richtung Balkon geworfen. Eine Frau hatte ihm zum Zünden ihr Feuerzeug geliehen. Das war gegen 18.30 Uhr. "Meine Frau war allein zuhause, unsere drei Kinder waren bei den Großeltern", sagt Pawel Sprenglewski. Sie habe im Zimmer auf der gegenüberliegenden Seite gesessen und gebügelt. "Ich hab einen Knall gehört." Da waren die Fenster zerborsten. Ein Nachbar hatte schon die Feuerwehr alarmiert. Als die eintraf, stand der Balkon in hellen Flammen. Das Feuer breitete sich durch die, wegen der großen Hitze geplatzten Scheiben, schnell in der Wohnung aus.

Nach Angaben der Feuerwehr beträgt der Schaden rund 20.000 Euro.

Wer haftet? Ist der elfjährige Junge, der den Brand verursacht hat, überhaupt haftpflichtversichert? Kommen seine Eltern für den Schaden auf? Sind die versichert? Und wer war die Frau mit dem Feuerzeug? Die Polizei ermittelt.



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