Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

32 Vereine 3078 Unterschriften 2291 Vorfälle 581 Fortschritte

 

at02.12.2016 Eine Tonne Böller mitten in Wohnsiedlung gelagert

25 Kilo Böller hatten genügt, um am 17. November 2014 in Kapfenstein zwei Menschen zu töten und ein Gebäude zu zerstören. Umso unfassbarer ist, dass ein Arbeiter in Deutschfeistritz mitten in einem Siedlungsgebiet illegal eine Tonne Pyrotechnikartikel lagerte. Die Bomben und Batterien wurden beschlagnahmt.

Der Fall kam durch eine Gruppe junger Männer ins Rollen, die für den am Montag stattfindenden Wartberger Krampusrummel sechs Kartons mit Sprengknallkörpern der Klasse 4 gekauft hatten. Während des Transports entstand ein Gruppenfoto mit der brisanten Ladung, das auf Facebook veröffentlicht wurde.
Das Bild machte einen Betrachter wütend, und er verständigte die Behörde. Die Knaller sind nämlich genehmigungspflichtig und dürfen nur als Gefahrenguttransport befördert werden.
"Die Kartons waren in einer Garage gelagert", berichtet ein Polizeibeamter: "Sie wurden Donnerstagnachmittag beschlagnahmt. Den Burschen war vermutlich nicht bewusst, was sie da gekauft hatten."

Aussagen führten Polizei zu illegalem Lager



Bei der Einvernahme gaben die Obersteirer preis, wo sie die Knallkörper - für die sie 540 Euro bezahlten - gekauft hatten. Die Spur führte von Wartberg in die 60 Kilometer südwestlich gelegene Marktgemeinde Deutschfeistritz - und dort zu einem 44 Jahre alten Arbeiter, der mitten in einem Siedlungsgebiet wohnhaft ist.
Auf dem Grundstück des ausgebildeten Pyrotechnikers befand sich ein sechs Meter langer Container, in dem - illegal - Pyrotechnikartikel der Klassen 3 und 4 gelagert waren: 400 Feuerwerksbomben, 40 Feuerwerksbatterien, 600 Blitzknallkörper, Bombenrohre und zahlreiche Single-Shots.
Donnerstagnacht wurde das Lager von Sprengstoffexperten geleert und der Besitzer angezeigt. Die Erhebungen dauern noch an.



linklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklink