Pyrotechnik ist kein Spielzeug

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de29.12.2016 40 Kilo hochexplosive Pyrotechnik in Wohnung entdeckt

Zollfahnder haben im Kreis Emmendingen einen besonderen Fund gemacht: In der Wohnung eines 24-jährigen Deutschen fanden sie rund 40 Kilo illegale Pyrotechnik und weitere chemische Substanzen.

Die Beamten der Zollfahndung Stuttgart waren im Auftrag der Staatsanwaltschaft Freiburg unterwegs. Laut einer Pressemitteilung des Zollfahndungsamtes Stuttgart vom Mittwoch wurde die Wohnung bereits am 13. Dezember durchsucht.

Die dabei entdeckte, nicht zugelassene Pyrotechnik war teilweise auseinandergebaut und zum Mischen mit anderen Chemikalien vorbereitet. Die Beamten fanden in der Wohnung mehr als sieben Kilogramm verschiedenster chemischer Substanzen, die der Tatverdächtige offen in diversen Behältern und Tüten lagerte.

Neben den bedenklichen Stoffen fanden die Fahnder außerdem 90 Rohlinge zur Herstellung von Kugelbomben und Böllern sowie eine Zündanlage, einen Zeitauslöser und 66 Raketenmotoren aus Metall.

Arsenal mit hohem Risiko

"Im Falle einer Umsetzung der Pyrotechnik wäre ein großer Personen- und Sachschaden entstanden", so ein Sprecher. "Den Anwohnern ist offensichtlich nicht bewusst gewesen, dass sie auf einer Bombe sitzen", so der Sprecher weiter.

Die Beamten der Zollfahndung machten bei der Durchsuchung noch weitere interessante Entdeckungen. So fanden sie bei dem Tatverdächtigen rund 25 Gramm Cannabisprodukte und etwa fünf Gramm Amphetamin. Darüber hinaus stellten sie beim Beschuldigten diverse Verstöße gegen das Waffengesetz fest.

In Anbetracht der Lagerung der pyrotechnischen Erzeugnisse schalteten die Ermittler des Zollfahndungsamtes die Entschärfer des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg ein. Diese übernahmen den Abtransport der brisanten Ware.



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