Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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at31.12.2016 Raketen setzen Berggipfel in Brand

Wer den Schaden hat, muss für den Spott nicht sorgen: Salzburgs Bürgermeister, Heinz Schaden (SPÖ), ist nicht besonders lernfähig: Als einziger Bürgermeister einer Bundeshauptstadt hebt er nach wie vor das Verbot zur Verwendung von Pyrotechnik an Silvester trotz enormer Trockenheit auf.

Raketen haben in der Neujahrsnacht auf dem Gipfelplateau des Gaisbergs in der Stadt Salzburg einen weithin sichtbaren Flächenbrand ausgelöst: Rund 500 Quadratmeter fingen Feuer. Und die Anwesenden Pyro-Fans ballerten lustig weiter, während die Feuerwehr ausrückte, um den Brand zu löschen.

Landesweit waren wegen Bränden 400 Feuerwehrleute im Einsatz.

Kurz vor Mitternacht dürften die Feuerwerkskörper den Brand von 500 Quadratmetern Wiese und Wurzelstöcken direkt unterhalb der Gaisbergspitze in etwa 1.260 Metern Seehöhe ausgelöst haben. Die Brandfläche befand sich etwas unterhalb des Paragleiter- und Drachenfliegerstarts auf dem Berg. Das Feuer war von der Stadt Salzburg aus sehr gut zu beobachten.

Zu dem Zeitpunkt waren rund 1.000 Menschen auf dem Gaisberg-Gipfelplateau, um das neue Jahr zu feiern. Von ihnen wurde niemand verletzt. Vier Feuerwehren hatten die Flammen rasch wieder im Griff. Wer die Feuerwerkskörper abschoss, die zu dem Brand führten, ist noch unbekannt. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Herbeiführung einer Feuersbrunst. Es wurden einige Augenzeugen befragt, eine „heiße Spur“ gebe es aber nicht, hieß es auf Anfrage.

Im ganzen Land Salzburg waren laut Landesfeuerwehrverband insgesamt gut 400 Feuerwehrleute im Einsatz und mussten 28 kleinere Brände löschen. Die meisten wurden ebenfalls durch Feuerwerkskörper ausgelöst. In Seekirchen (Flachgau) wurde die Feuerwehr zu einem Werkstattbrand gerufen.

Schwieriger Löscheinsatz bei Berggasthof

Zu einem schwierigen Löscheinsatz musste die Feuerwehr bereits Samstagabend in Saalfelden (Pinzgau) ausrücken. Ein Nebengebäude des Berggasthofs auf dem Biberg in 1.400 Metern Seehöhe hatte Feuer gefangen. Der Wirt und seine Mitarbeiter konnten mit Feuerlöschern eine Ausbreitung des Brandes gerade noch verhindern.

Nach schwieriger und langer Anfahrt über sehr steiles Gelände löschten dann 55 Feuerwehrleute aus Saalfelden die restlichen Glutnester. Zunächst waren die Ermittler von einem Hitzstau bei einem Kachelofen als Brandursache ausgegangen. Später stellte sich allerdings heraus, dass ein technischer Defekt in der Holzdecke Schuld an dem Feuer war. Verletzt wurde niemand, der Schaden ist erheblich.



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