Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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de04.01.2017 Nach Böllerattacke nahe Rewe : Polizei spricht von Kugelbombe

Oelsnitz/Vogtland. Bei der Pyrotechnik, die in der Nacht zum 28. Dezember einen Stromverteilerkasten im vogtländischen Oelsnitz zerfetzt hat, handelt es sich nach den Erkenntnissen der Polizei um eine Kugelbombe. Davon geht der zuständige Sachbearbeiter "mit hoher Wahrscheinlichkeit aus", erklärte am Mittwoch Polizeisprecherin Anett Münster auf Anfrage. Durch die Böller-Attacke war es zum Stromausfall im Rewe-Markt nebenan gekommen - Kühltruhen versagten den Dienst, Ware musste weggeworfen werden. In sozialen Netzwerken wird die Höhe des entstandenen Schadens mit 65.000 bis 70.000 Euro beziffert. Rewe selbst will die Schadenshöhe nicht kommunizieren.

Der Verdacht, dass eine Kugelbombe gezündet wurde, ergibt sich laut Münster aus dem Schadensbild. Die meisten der Kugelbomben stammen aus Asien. Sie sind in die Klasse 4, die höchste Gefährlichkeitsstufe für Feuerwerkskörper, eingestuft. Sie dürfen nur von Experten mit entsprechender Genehmigung gezündet werden. Eine Zerstörung solchen Ausmaßes geht über die um Silvester bekannten Automatensprengungen hinaus, sagt Anett Münster.

Nicht weitergekommen ist die Polizei bei der Suche nach Verursachern der Explosion. "Es gab keine brauchbaren Hinweise", so die Sprecherin. So fehlen Angaben zu verdächtigen Personen- und Fahrzeugbewegungen. Auch haben sich bisher keine "Knallzeugen" gemeldet, die die Detonation hörten und den Tatzeitraum eingrenzen können. Dieser ist vom 27. Dezember um 22 Uhr bis 28. Dezember um 4.20 Uhr definiert. Hinweise nimmt die Polizei unter Telefon 03741 140 entgegen.



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