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de09.06.2017 40-Jähriger durch „Knallkörper“ schwer verletzt

Fürstenberg. Am Donnerstag den 08.Juni gegen 10.30 Uhr schreckten Mitarbeiter eines Omnibusbetriebes in der Meinbrexer Straße in Fürstenberg auf, als sie vom gegenüberliegenden öffentlichen Parkplatz den lauten Knall einer Detonation hörten. Wie die Ermittlungen der Polizei ergaben, hatte ein zu diesem Zeitpunkt alkoholisierter 40-Jähriger aus Fürstenberg mit einem illegalen, im Allgemeinsprachgebrauch als „Polenböller“ bezeichneten Feuerwerkskörper herumhantiert.
Dabei handelt es sich um einen, keineswegs nur in Polen hergestellten Feuerwerkskörper, der aber nicht - wie die regulär in Deutschland zu erwerbenden Feuerwerkskörper – durch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (kurz: BAM) geprüft wurde. Diese Knallkörper enthalten nicht nur Schwarzpulver, sondern sind auch mit einem viel stärkeren Blitzknallsatz gefüllt.
Der Blitzknallsatz ist eine Substanz, die nach dem Anzünden viel schneller und heftiger reagiert als das hierzulande verwendete Schwarzpulver, und dadurch zu erheblichen Verletzungen führen kann.

Vermutlich genau so ein Böller explodierte gestern in der Hand des Mannes und riss ihm dabei Teile sämtlicher Finger und des Daumens der linken Hand ab. Ferner zog er sich eine schwere Augenverletzung zu. Auf Grund der Schwere der erlittenen Verletzungen wurde der Rettungshubschrauber „Christoph 4“ angefordert und der Verletzte umgehend in die Uniklinik Göttingen geflogen.

Gegen den Mann wird ein Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet. Das Gesetz sieht im Fall eines Schulspruchs eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder Geldstrafen vor. Die Ermittlungen dauern derzeit noch an.



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