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de26.10.2017 16-Jähriger zündet Schwarzpulver an

Dossenheim. „Das hätte auch tödlich enden können.“ Feuerwehrkommandant Stefan Wieder kann nur mit dem Kopf schütteln und einem Jugendlichen Glück im Unglück bescheinigen. Ein 16-Jähriger hatte nämlich am Mittwochabend in der Wohnung im ersten Obergeschoss im Birkenweg mit Feuerwerkskörpern hantiert. Dabei war sein Zimmer in Brand geraten, konnte aber schnell gelöscht werden. „Das war ein Mehrfamilienhaus, das hätte auch andere betreffen können“, atmet Wieder entsprechend durch. Der Jugendliche wurde leicht verletzt.

Die Alarmierung um 18.37 Uhr lautete Zimmerbrand. Und es war auch klar: Da sind Feuerwerkskörper im Spiel. „Da schnellt der Adrenalinspiegel ein Stück weit höher“, beschreibt Kommandant Wieder die Anfahrt zur Einsatzstelle. Was war passiert? Ein 16-Jähriger hatte aus mehreren Silvesterkrachern das Schwarzpulver entfernt und aufgehäuft. In seinem Zimmer. Dieses explosive Gemisch zündete der Jugendliche an – worauf sich eine Stichflamme bildete. Teile des Schreibtisches, eines Stuhls und des Betts gerieten in Brand, der 16-Jährige verbrannte sich an der Hand. Die Eltern konnten das Feuer jedoch schnell selbst löschen.

Als die Feuerwehr mit drei Fahrzeugen und 15 Mann sowie drei Helfer-vor-Ort des DRK-Ortsverbandes eintrafen, war die Wohnung noch verraucht. Mit einer Wärmebildkamera wurde das Zimmer auf Glutnester abgesucht und die Wohnung mit einer Überdruckbelüftung vom Rauch befreit. Gemeinsam betreuten Wehr und DRK den Jungen, ehe er in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Die Familie konnte später in ihre Wohnung zurück. Der Sachschaden wurde von der Polizei auf rund 3500 Euro geschätzt.

„Man sagt immer, dass man genau das nicht machen darf“, appelliert Stefan Wieder. Mit Feuerwerkskörpern sollte nicht herumhantiert werden und diese sollten auch nur bestimmungsgemäß und im zugelassenen Zeitraum benutzt werden.



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