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de19.02.2018 Saarländer baut Bombe - durch unkontrollierte Explosion verletzt

Ein 46-jähriger Saarländer hatte am Sonntagabend seine selbstgebaute Bombe in einen Wald bei Völklingen gebracht, wo sie offenbar völlig unkontrolliert explodierte. Schwer verletzt schleppte sich der Mann auf einen Spazierweg und rief selbst den Krankenwagen, wie ein Sprecher der Polizei Saarbrücken gegenüber VICE bestätigt.

"Bei der Bombe handelt es sich um ein Selbstlaborat, mehr können wir bisher nicht dazu sagen", so der Sprecher. Der Mann habe den Sprengstoff aus alten Silvesterböllern zusammengetragen und die selbstgebaute Bombe dann wohl versehentlich gezündet. Er überlebte, musste aber mit schweren Verletzungen im Gesicht und an einem Arm in ein Krankenhaus gebracht werden.


Die Hintergründe sind noch unklar. Wie die Bild-Zeitung berichtet, soll der Mann seinen Bombenbau noch vor Ort damit begründet haben, dass er es "etwas lauter knallen lassen" wollte. Das konnte der Polizeisprecher der Saarbrücker Polizei gegenüber VICE nicht bestätigen, der Mann sei noch nicht ansprechbar. Herbeigerufene Sprengstoff-Experten hatten anschließend nach weiteren Bomben im Wald sowie im Auto des Mannes gesucht, jedoch keine gefunden. "Derzeit gehen wir davon aus, dass der Mann knallen wollte und keine Bombe für andere Hintergründe herstellen wollte", so der Polizeisprecher. Genaueres wisse man aber erst nach der Vernehmung.

Jedes Jahr kommt es vor allem an Silvester durch Feuerwerkskörper zu Verletzten und Toten. Alleine im Unfallkrankenhaus Berlin wurden in der diesjährigen Silvesternacht noch vor 7 Uhr 21 Menschen nach Böller-Unfällen behandelt. Zwei Menschen starben, nachdem sie Böller angezündet hatten. Der Saarländer kam mit dem Leben davon – muss aber jetzt um seinen Arm fürchten: "Eine Hand muss dem Mann vielleicht amputiert werden", sagte der Polizeisprecher.



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