Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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at01.01.2019 Zwei Schwerverletzte durch Pyrotechnik in Niederösterreich

In Niederösterreich sind in der Silvesternacht zwei Männer durch Pyrotechnik schwer verletzt worden. Ein 25-jähriger Steirer zündete kurz nach Mitternacht in Breitenwaida (Bezirk Hollabrunn) eine sogenannte Batterie an. Als diese nicht losging, beugte sich der Mann zur Überprüfung über sie. In diesem Moment zündete die Batterie und verletzte ihn laut Polizei NÖ im Bereich des linken Auges.

Der Steirer wurde vom Notarzt versorgt und anschließend in das AKH nach Wien gebracht. Bei der Batterie handelte es sich offenbar um ein ausländisches Produkt der Kategorie 3, für das es keine Bewilligung zur Entzündung und auch keine erforderliche Ausbildung gab. Der 25-Jährige wurde daher angezeigt, berichtete die Exekutive am Dienstag.

Ebenfalls im Spital landete ein 18-jähriger Niederösterreicher. Um 00.15 Uhr explodierte in Alt Nagelberg (Bezirk Gmünd) aus zunächst ungeklärter Ursache ein Feuerwerkskörper in der Hand des Burschen. Er wurde ins Landesklinikum Gmünd gebracht. Insgesamt gab es 302 Notfalleinsätze, davon 31 Löscheinsätze an Silvester in Niederösterreich.

Es rückten 420 Mitglieder von 33 Feuerwehren in ganz Niederösterreich aus. In St. Pölten geriet gegen 1.30 Uhr eine Müllinsel in Brand. Zwei Fahrzeuge sowie die Fassade eines Wohnhauses fingen Feuer. Die Bewohner verließen das Haus, verletzt wurde niemand, hieß es von der Polizei. Ein drittes Fahrzeug wurde durch Funkenflug leicht beschädigt. Laut ersten Ermittlungen sei davon auszugehen, dass der Brand durch einen pyrotechnischen Gegenstand ausgelöst wurde. Ein Übergreifen der Flammen auf die Wohnungen konnte verhindert werden.

In Stockerau haben drei zunächst unbekannte - laut Polizei vermutlich jugendliche - Täter kurz vor 1.00 Uhr das Gebäude der Stadtgemeinde mit Feuerwerkskörpern beschossen. Vier Fenster und die Eingangstüre zerbrachen. Außerdem wurde gegen das Einfahrtstor einer Apotheke geschossen und auf einem Parkplatz ein Pkw beschädigt. Die Täter dürften pyrotechnische Gegenstände der Kategorie F3/F4 verwendet haben. Die Schadenssumme war zunächst nicht bekannt.



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