Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

32 Vereine 2562 Unterschriften 2108 Vorfälle 513 Fortschritte

 

unKosten

Geld brennt Geld brennt

EU-Sanktionen für hohe Feinstaubbelastung

Länder die Feinstaubgrenze an mehr als 35 Tagen pro Jahr überschreiten, zahlen seit 2011 Strafe an die EU. Lt. Grünen-Umweltsprecherin Sabine Jungwirth hätte das Österreich im Jahr 2010 bereits 15,2 Millionen Euro gekostet. Tendenz steigend, denn nach Silvester 2010 war das Maß in Kärnten und der Steiermark bereits im Jänner 2011 fast wieder voll.

Politik und Wirtschaft

Die Feuerwerksbranche hat im Gegensatz zu deren Opfern eine starke Lobby. Der Waffenhändler Robert Siegert vertritt die Interessen der Pyrotechnik-Branche in der österr. Wirtschaftskammer.
Der Profit durch Produktion und Vertrieb ist leicht berechnet:
Allein in Österreich "erwirtschaftete" die Branche 2010 25 Mio. Euro - das ist 5x mehr als 2010 für "Licht ins Dunkel" gespendet wurde.
In Deutschland brachte das Silvesterfeuerwerk 2012/13 einen Umsatz von 115 Millionen Euro. (grob 20 bis 25 Millionen Euro kommen für Profifeuerwerk zu besonderen Anlässen hinzu.)
Und, so zynisch es ist, sogar die Versorgung von Verletzten, die Reparatur, Neubauten, etc., führen zu wirtschaftlichen Einnahmen, steigern also das BIP.
Anders ist nicht zu erklären, dass das neue Pyrotechnikgesetz von 2010, das Mindestalter für Pyrotechnik der Klasse F2 um weitere 2 Jahre herabgesetzt hat auf 16 Jahre.

Dass dieses BIP überhaupt der zentrale Maßstab politischen Handelns geworden ist, ist eine Problematik, die zu behandeln an dieser Stelle zu weit führen würde. Was aber unmittelbarer ins Auge sticht, ist die Diskrepanz bei der Berücksichtigung der entstehenden Kosten und Schäden für die Allgemeinheit, insbes. bei der Einschätzung der Folgekosten von Unfällen (bis hin zur lebenslangen Invalididät), Bränden, und nachhaltigen ökologischen Schäden.

Viele dieser Kosten gehen mittelfristig zulasten von Privatpersonen

So auch die Medikation, die inzwischen viele Haustierbesitzer für Silvester einkaufen, um diese Zeit für ihre Mitbewohner erträglicher zu gestalten. Aber vor allem die Reperatur diverser Schäden durch Vandalismus (der in den meisten Fällen nicht durch Standardversicherungen übernommen wird), und "fehlgeleitete" Pyrotechnika, deren Herkunft in der Regel nicht nachzuweisen ist.

"Den Rest" zahlt die Solidargemeinschaft

Während die Einnahmen aus Feuerwerksproduktion und -verkauf überwiegend in die Privatwirtschaft fließen, werden die Ausgaben, insbes. die Versorgung Verletzter und chronisch Kranker (Feinstaub), Polizei- und Feuerwehreinsätze und die Folgekosten von Vandalismus an öffentlichem Gut, sowie das Aufräumen und Entsorgen der Tonnen von Silvestermüll ausschließlich durch Ehrenämter und/oder vom Staat bzw. der Gesellschaft aufgefangen.

Verpulverter Wohlstand


Das ist viel Geld das sinnvoller eingesetzt werden könnte. Gerade in Zeiten der sog. Wirtschaftskrise und angesichts der Notwendigkeit von Reformen könnte man zumindest mit gutem Recht eine Luxussteuer auf diese Form der privaten Unterhaltung erheben.

linklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklinklink