Pyrotechnik ist kein Spielzeug

Stille Nacht

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unTierleid

Vucko Vucko

"Die Größe einer Nation und ihr moralischer Fortschritt kann danach beurteilt werden, wie sie ihre Tiere behandelt." (Mahatma Gandhi)

Längst ist klar: In den falschen Händen ist Pyrotechnik eine billige Waffe, und Tiere sind ein leichtes Opfer.
Immer häufiger kommt es zu immer furchtbareren Fällen von Tierquälerei mit Pyrotechnik. Im Herbst 2011 befestigten zwei Jugendliche Böller im Mund eines Schäferhundes, um ihm das Gesicht zu sprengen. danach überließen sie ihn sich selbst. Er konnte nicht essen, war wahnsinnig vor Schmerzen und sein Gesicht wurde bereits von Maden zerfressen, als ihn Tierschützer fünf Tage später fanden, untersuchten und euthanasierten.
Besonders Kinder und Jugendliche die im vermeintlichen "Spaß" mit Böllern experimentieren, verursachen großes Leid.
Ein Hund der panisch durch ein Fenster flüchtet, und sich dabei so stark verletzt, dass er daran verblutet; ein weiterer, der vor Schreck einen Herzinfarkt erleidet und stirbt; ein Fohlen, welches sich flüchtend das Rückgrat bricht, eine Katze die auf der Flucht von einem herannahenden Auto überfahren wird, mit Böllern zerstörte Bienenstöcke und Futterstellen....sind nur die Spitze des Eisbergs.
Die meisten Tiere haben einen wesentlich ausgeprägteren Hörsinn als Menschen. Da sie den Lärm überdies nicht interpretieren können, leiden sie besonders unter der agressiven Dauerbeschallung durch Böller- und Raketenkrach. Stress, Desorientierung, Kreislaufprobleme, etc. sind die oft tagelang andauernde Folge.
Als Haustierbesitzer ist man gezwungen besondere Maßnahmen zu ihrem Schutz zu ergreifen. Regelmäßig verschwinden flüchtende Haustiere. "Tiere, die in Furcht davonlaufen, sind nicht so orientiert wie Streuner.", sagt KURIER-Tiercoach Dagmar Schratter.
In Tiergärten werden Beruhigungsmittel verabreicht.
Völlig schutzlos aber sind Wildtiere, deren Reserven im Winter zur Neige gehen. Sie werden durch den erlittenen Stress an ihre Existenzgrenze gebracht.

Vögel fallen vom Himmel

Im US-Bundesstaat Arkansas fielen Silvester 2011 5000 Rotschulterstärlinge tot vom Himmel. Binnen weniger Minuten waren Straßen und Plätze in Beebe von Vogelkadavern übersäht. In Louisiana fanden entsetzte Anwohner 500 tote Rotschulterstärlinge, Stare und Sperlinge. Und nicht nur in den USA, sondern auch in Schweden entdeckten Autofahrer an einer Stelle etwa 100 tote Dohlen.
Wie die Untersuchung des Arkansas-Falles zeigte, waren die Vögel durch die Böller und Raketen aus dem Schlaf aufgeschreckt worden und panisch hochgeflogen. Doch nachts sind die meisten Vögel ziemlich blind. Also krachten sie gegen Bäume, Scheiben, Stromleitungen und Dächer – und starben dann an Prellungen und Brüchen. Das stellte Tierarzt David Green vom National Wildlife Health Center in Madison fest, der die Rotschulterstärlinge aus Arkansas untersucht hatte.

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