Pyrotechnik ist kein Spielzeug

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Eschede 2000 Eschede 2000

Bis zu einem Kilogramm Schwarzpulver dürfen ausgebildete Genehmigungsinhaber im eigenen Haus aufbewahren. Die deutsche Sprengstoff-Lagerrichtlinie 410 nennt etwa Keller, Dachboden und Abstellräume als mögliche Lager, aber auch Bad und Toilette, wenn Fenster vorhanden sind, durch die eine Druckwelle entweichen kann. In unbewohnten Nebengebäuden dürfen sogar drei Kilogramm aufbewahrt werden. (siehe weiter unten)

Aber: Während Gewerbetreibende kontrolliert werden, liegt der Umgang mit der Lagerung von Feuerwerk durch Hobby-Pyrotechniker im Dunkeln.
Theoretisch darf nur eine kleine Menge gekauft und nur unmittelbar vor dem Abbrennen privat gelagert werden.
Nach Angaben eines professionellen Pyrotechnikers gibt es jedoch eine ganze Reihe illegaler Lager bei Hobby-Pyrotechnikern: "Wenn bei Veranstaltungen Feuerwerkskörper übrig bleiben, werden die gelegentlich nicht entsorgt, sondern einfach in den Keller gepackt. Das ist in unserer Branche ein offenes Geheimnis."

Am 04.06.2012 kam es in Bielefeld (D) zur Explosion eines illegalen Pyrotechniklagers. Es gab 13 Verletzte, einer davon schwer. Am 01.01.2016 hob die Polizei das Lager eines 23-jährigen Berliners aus, der eine Tonne (!) Feuerwerk im Keller eines Mehrfamilienwohnhauses gelagert hatte.

Sprengmeister Hans Vieth aus Bielefeld gibt Auskunft: "Schwarzpulver erzeugt eine enorme Druckwelle. Wenn drei Kilogramm im Keller explodieren, kann ein Haus zusammenstürzen. Und es ist hochexplosiv. Der Funken eines Nylonhemdes kann ausreichen, um das Zeug zu zünden. "

Das Bild oben links zeigt die Verwüstung nach der Explosion einer Feuerwerksfabrik in Enschede (NL) am Samstag, 13. Mai 2000. Sie kostete 23 Menschen das Leben, 947 Personen wurden verletzt und das Stadtviertel Roombeek verwüstet.

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